Kein Mann für großspurige Ankündigungen

Terodde: "Der HSV ist demütiger geworden"

Terodde trainierte Freitag erstmals mit den neuen Kollegen. Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images
Terodde trainierte Freitag erstmals mit den neuen Kollegen. Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Der Hamburger SV hat mit Simon Terodde einen Spieler mit eingebauter Torgarantie für Liga zwei verpflichtet. Der Routinier wurde dreimal Torschützenkönig, stieg zweimal als Meister auf. Bei den Rothosen sind sie von solchen Ansprüchen zumindest öffentlich einiges entfernt.

Das kommt dem Stürmer durchaus gelegen, der kein Mann großspuriger Ankündigungen ist. "Der HSV ist demütiger geworden. Ich habe gemerkt, dass hier eine positive Grundstimmung herrscht. Das gefällt mir", zitiert die Bild-Zeitung Terodde. Nach seiner Vertragsauflösung beim 1.FC Köln hat der 32-Jährige erstmal nur für zehn Monate unterschrieben, verzichtet auf einen guten Anteil seines Salärs, das er bei den Geißböcken als Reservist kassiert hätte. Trainer Daniel Thioune lobte diese Haltung bereits, Terodde erklärt sie nun.

"Nur der, der das Ding über die Linie drücken muss"

"Am Ende meiner Karriere will ich noch mal Gas geben, Verantwortung auf dem Platz übernehmen. Das Feuer ist bei mir immer da. Ich möchte dem HSV wieder zu erfolgreichen Zeiten verhelfen", so der Bocholter. Ausschlaggebend sei dabei letztlich das Gespräch mit Thioune gewesen, der Terodde von der Aufgabe beim HSV begeistern konnte. Als alleinigen Heilsbringer will sich der Angreifer aber keineswegs verstanden wissen. Er sei von der Vorarbeit seiner Mannschaft abhängig, sagt er bescheiden. "Ich bin nur der, der vorne steht und das Ding über die Linie drücken muss."

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Lars Pollmann  
22.08.2020