RB Leipzig

Tedesco vor Aus? Gulacsi: "Das liegt alles nicht am Trainer"

Tedesco muss um seinen Job bangen. Foto: Getty Images
Tedesco muss um seinen Job bangen. Foto: Getty Images

RB Leipzig hat nach dem schwachen Saisonstart in der Bundesliga am Dienstagabend auch den Auftakt in die Champions League vermasselt. Gegen Shakhtar Donetsk setzte es eine 1:4-Pleite, die nicht zuletzt auch die Lage für Domenico Tedesco verschärft. Übereinstimmende Medienberichte sehen den Cheftrainer am Rande der Beurlaubung.

Dabei wäre für manchen Beobachter nicht einmal überraschend, wenn der Pokalsieger-Coach noch vor dem Bundesliga-Spiel am Wochenende gegen Borussia Dortmund seinen Hut nehmen müsste. Nach Lage der Dinge wäre ansonsten wohl die Länderspielpause diesen Monats ein passender Zeitpunkt, um die Veränderung vorzunehmen. Damit will sich Tedesco aber nicht befassen. Es gehöre wohl dazu, dass es schon zahlreiche Gerüchte um seine Entlassung und ein Engagement von Marco Rose gebe, sagte er am Dienstagabend.

"Der Spielverlauf ist Wahnsinn"

Für sich beansprucht Tedesco jedoch weiterhin, die Mannschaft zu erreichen. "Die Jungs haben alles gegeben und alles reingehauen", erklärt er beim Streamingdienst DAZN nach dem 1:4 gegen Donetsk. "Der Spielverlauf ist Wahnsinn. Es spiegelt das wider, was wir in den letzten Wochen erleben", so Tedesco weiter. Das 0:1 etwa entsprang einem individuellen Lapsus von Peter Gulacsi, der Torwart wusste 30 Meter vor seinem leeren Tor nicht wohin mit dem Ball, ließ ihn sich von Marian Shved abluchsen, der ins verwaiste Netz schieben konnte.

"Mache mir über meine Position keine Gedanken"

"Wenn man die Gegentore sieht, kann der Trainer nichts dafür. Das liegt alles nicht am Trainer, wir machen die Fehler selber", betont Gulacsi nach dem Spiel. Es sei die Aufgabe der Mannschaft, gemeinsam mit dem Trainerteam an Verbesserungen zu arbeiten. "Ich kenne mich, ab morgen früh ist der Fokus wieder in Richtung Dortmund gerichtet", so Tedesco. "Ich mache mir über meine Position keine Gedanken." Dass dies für die Verantwortlichen von RB Leipzig ebenso gilt, ist allerdings wohl auszuschließen.

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Lars Pollmann  
07.09.2022