Gittelmann ins Krankenhaus

"Tätlicher Angriff!" Das sagt Schiri Cortus zum Spielabbruch

Schiedsrichter Benjamin Cortus bezog zu den Geschehnissen vom Freitagabend Stellung.
Schiedsrichter Benjamin Cortus bezog zu den Geschehnissen vom Freitagabend Stellung. (Foto: Martin Rose/Getty Images)

Ein Becherwurf auf einen Unparteiischen hatte am Freitagabend zur Folge, dass die Partie zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach vorzeitig abgebrochen wurde. Aus Schiedsrichter-Sicht eine "alternativlose" Entscheidung.

Zunächst wurde Bundesliga-Duell zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach beim Stand von 0:2 nur unterbrochen. Wenig später folgte der endgültige Abbruch. Nach Spielende erklärte Hauptschiedsrichter Benjamin Cortus den anwesenden Medienvertretern den Grund der finalen Entscheidung.

Tätlicher Angriff auf einen Spieltagsoffiziellen

"Es wurde ein gefüllter Getränkebecher aus dem Zuschauerbereich geworfen. Der zu diesem Zeitpunkt alleinstehende Schiedsrichterassistent wurde am Hinterkopf getroffen. Er war benommen und ist anschließend zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden. In diesem Fall war das ein tätlicher Angriff auf einen Spieltagsoffiziellen. Da ist ein Spielabbruch alternativlos", schilderte der Referee unter anderem bei DAZN die Geschehnisse.

Gittelmann zur Untersuchung ins Krankenhaus

In den TV-Bildern war zu sehen, dass Linienrichter Christian Gittelmann kurz nach dem Treffer am Hinterkopf benommen auf die Knie gefallen war. Laut Aussage von Cortus habe Gittelmann unter Adrenalin den Weg in den Kabinentrakt gesucht. Erst dort habe er den Schmerz richtig gespürt. Ziemlich schnell war klar, dass das Spiel nicht mehr fortgesetzt werden könne. Das Gespann packte dann Gittelmanns Tasche und ließ ihn von Sanitätern abholen, die ihn ins Krankenhaus gefahren haben.

Tom Jacob  
19.03.2022