Ungar will zurück ins Teamtraining

Szalai-Berater: "Wir werden standhaft bleiben"

Szalai drängt zurück zu den Mainzer Profis. Foto: Imago
Szalai drängt zurück zu den Mainzer Profis. Foto: Imago

Der FSV Mainz 05 ist mit der Posse um die Suspendierung von Adam Szalai zu seltenem und äußerst zweifelhaftem Ruhm in Fußball-Deutschland gekommen. Der Ungar darf sich zurzeit nur bei der U23 der Rheinhessen fit halten, was zu einer Art Streik der Teamkollegen geführt hat. Der Angreifer will sobald wie möglich wieder in der ersten Mannschaft dabei sein.

Die Spielerseite schließt dabei wohl auch den Rechtsweg nicht aus. "Wir werden standhaft bleiben und durchsetzen, dass Adam nächste Woche wieder teilnehmen darf", äußert Berater Oliver Fischer gegenüber der Mainzer Allgemeinen Zeitung. Mit diesem Ansinnen beißen Szalai und sein Agent bei den Nullfünfern aber auf Granit, jedenfalls, wenn es nach den Aussagen von Achim Beierlorzer und Rouven Schröder anlässlich einer Pressekonferenz am Donnerstag geht.

Mainz pocht auf vermeintlich sportliche Gründe

Der Cheftrainer betonte dabei erneut, dass sportliche Gründe den Ausschlag für die Ächtung von Szalai gegeben hätten. "Wir haben beschlossen, Adam freizustellen, um jungen Spielern mehr Zeit und Entwicklungschancen zu geben. Wir haben ihm schon nach der vergangenen Saison gesagt, dass es so kommen kann", sagte Schröder. Für Mainz 05 wäre der eleganteste Weg sicher, wenn der Stürmer sich kurzfristig einem anderen Verein anschließen würde.

"Adam wird keinen neuen Verein suchen"

Da spielt aber Szalai nicht mit. Seinen bis Saisonende laufenden Vertrag wolle er in jedem Fall erfüllen, betont Fischer. "Adam wird keinen neuen Verein suchen." Der 32-Jährige stand noch am 11. September im DFB-Pokal 30 Minuten für Mainz 05 auf dem Feld, schoss beim 5:1 gegen den TSV Havelse ein Tor. Dass er keine zwei Wochen später keinerlei sportliche Perspektive mehr haben soll, kommt nicht nur Fischer seltsam vor.

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Lars Pollmann  
24.09.2020