Rückkehr nach Kreuzbandriss

Süle: "War keine einfache Zeit für mich"

Gab am Freitag sein Comeback: Niklas Süle (r.).
Gab am Freitag sein Comeback: Niklas Süle (r.). Foto: Imago Images

Neuneinhalb Monate war Niklas Süle nach seiner Kreuzbandverletzung raus aus dem Fußballbusiness. Am Freitag gab er sein Comeback für den FC Bayern. Die Freude darüber war erkennbar, auch wenn es für den Verteidiger in der letzten Zeit nicht immer einfach war.

Im Rahmen der Vorbereitung auf das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Chelsea vereinbarte der FC Bayern für den Freitagabend ein Testspiel gegen Olympique Marseille (1:0). In der 61. Minuten feierte Niklas Süle nach 286 Tagen Absenz seine Rückkehr auf das Rasenviereck.

Länger gedauert als erwartet

"Ich bin seit einigen Wochen im Mannschaftstraining und habe viel gearbeitet, damit es heute überhaupt möglich war, ein paar Minuten zu spielen. Es war keine einfache Zeit für mich. Es hat länger gedauert, als ich gedacht habe", sagte Süle nach der Partie, die von einem im Stadion am Campus sehr gut aufgelegten Serge Gnabry entschieden wurde.

Fitnesslevel "sehr gut"

Süle eröffnete, dass er sich die Zeit nehmen musste, um zu regenerieren, sich aber jetzt freue, wieder mit seinen Kollegen auf dem Platz zu stehen. Hier und da war Süles Auftreten noch etwas unsicher, was aber, so denkt auch der Verteidiger, normal ist nach einer derart langen Ausfallzeit: "Wenn man nach neuneinhalb Monaten sein erstes Spiel macht, ist es klar, dass da noch nicht alle Abläufe stimmen und die Spritzigkeit noch nicht so da ist, aber ich fühle mich vom Fitnesslevel her sehr gut."

Spielt er in der Königsklasse?

Inwieweit Süle in den abschließenden Aufgaben in der Champions League eingesetzt wird, entscheidet allein Trainer Hansi Flick, der in Jerome Boateng und David Alaba zuletzt sein Stammduo für die Innenverteidigung gefunden hatte. Süle ist jedenfalls heiß auf weitere Einsätze: "Ich brauche natürlich jetzt die Spielminuten, um zu alter Stärke zu kommen, um dann in den nächsten Wochen den nächsten Schritt nach vorne zu machen. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da."

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Andre Oechsner  
31.07.2020