Remis gegen Leverkusen

Süle dankbar: "Die Zuschauer rufen trotzdem meinen Namen"

Niklas Süle (M.) spielt seit fünf Jahren beim FC Bayern.
Niklas Süle (M.) spielt seit fünf Jahren beim FC Bayern. Foto: Getty

1:1 endete die Partie zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen. Niklas Süle brachte den deutschen Rekordmeister in Führung (18.), Thomas Müller glich per Eigentor für Bayer Leverkusen aus (36.). Nach der Partie äußerte sich Niklas Süle erstmals in einem Interview nach der Bekanntgabe seines Wechsels zu Borussia Dortmund in der kommenden Saison.


"Ich denke, dass wir eine der besten ersten 30 Minuten in dieser Saison gespielt haben. Nach dem unglücklichen 1:1 sind wir ein bisschen zusammengefallen und hatten zu leichte Ballverluste, was in den letzten Wochen auch ein bisschen zu viel ist für uns. Wir haben es dem Gegner ermöglicht, wieder in das Spiel zurückzukommen. Das darf uns nicht passieren", analysierte Süle die Partie bei Sky und ergänzte: "Wir haben nach dem Ausgleich zwei, drei hochkarätige Chancen zugelassen, hatten drei, vier Ballverluste innerhalb von fünf Minuten. Da hat man ein bisschen die Unsicherheit in diesem Moment gemerkt. In der zweiten Halbzeit kamen wir auch wieder mit mehr Kontrolle heraus, aber wir haben uns heute natürlich mehr ausgemalt." 

"1:1 zu wenig"

Dennoch nahm auch Süle die Leistungsschwankungen der letzten Wochen wahr: "Wir haben dieses Jahr auch schon abgeliefert und haben vor allem hier zu Hause schon guten Fußball gezeigt. Ich will das Spiel heute nicht mit dem Spiel in Bochum vergleichen, aber man hat auch mal Phasen in der Saison, in der man weniger Selbstvertrauen hat, wenn Rückschläge kommen. Trotzdem ist das 1:1 zu wenig." 

"Ich bin dankbar"

Dann wurde Süle noch zu seinem anstehenden Wechsel zu Borussia Dortmund befragt und betonte: "Ich habe mich nicht umsonst nie öffentlich geäußert, weil ich von meinen Eltern Dankbarkeit vermittelt bekommen habe. Ich bin dankbar, es ist nicht selbstverständlich, dass ich hier spiele, jetzt nach Dortmund wechsle und die Zuschauer trotzdem meinen Namen rufen, wenn ich eine Grätsche mache." Der Verteidiger des FC Bayern stellte fest: "Daran sieht man, dass ich in den letzten fünf Jahren alles gegeben habe für den Klub, alles gewonnen habe. Dafür bin ich dankbar. Der Tag wird kommen, an dem ich etwas dazu sagen werde und mich zu meinem neuen Klub äußern werde. Aber wie man hoffentlich sieht, gebe ich hier Woche für Woche alles." Süle versicherte: "Ich bin nichts als dankbar hier. Ich werde bis zum letzten Tag hier alles geben und hoffentlich noch zwei Titel holen."

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Daniel Michel  
05.03.2022