Defizite aufgezeigt

Suche nach Neuzugängen: Auf diesen Positionen muss sich Eintracht verstärken

Adi Hütter will seine Mannschaft weiter verstärken.
Adi Hütter will seine Mannschaft weiter verstärken. Foto: Getty Images

Eintracht Frankfurt hat das Duell beim FC Basel verdientermaßen 0:1 verloren und ist somit im Achtelfinale aus der Europa League ausgeschieden. Trainer Adi Hütter und seiner Mannschaft wurde erneut aufgezeigt, wo die Defizite liegen.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Bas Dost, Goncalo Paciencia und Andre Silva standen nach der 0:1-Niederlage beim FC Basel in der Kritik. Alle drei Stürmer von Eintracht Frankfurt konnten kaum Akzente setzen und somit das Aus in der Europa League nicht verhindern. Doch es wäre zu einfach, die Schuld nur im Angriff zu suchen.

Der Kader schreit förmlich nach Tempo

Wenn Filip Kostic auf seiner linken Seite einen starken Gegenspieler hat, dann ist in Sachen Tempo nicht mehr viel los bei den Hessen. Wenn das Team dann noch ungenau im Passspiel agiert und die Komponente Wucht fehlt, dann hat der Gegner zu leichtes Spiel mit der Eintracht. Ganz oben auf der Liste steht daher auch weiterhin ein Profi, der die Fähigkeiten Geschwindigkeit und Dribbelstärke auf dem rechten Flügel vereinen sollte. Ein Spieler also, der sich im Eins-gegen-Eins durchsetzen und die Angreifer im Strafraum in Szene setzen kann.

Kreativspieler für das zentrale Mittelfeld

Dominik Kohr hat sich in den Wochen nach dem Re-Start hervorragend entwickelt, war auch in Basel stärkster Eintracht-Feldspieler. Sebastian Rode bringt ähnliche Qualitäten mit, er definiert sich über Lauf- und Zweikampfstärke. Da auch Djibril Sow oder der zurückgekehrte Aymen Barkok nicht zu der Marke Kreativspieler zählen, müsste die Eintracht genau danach fahnden. Makoto Hasebe kann diese Rolle zwar vereinzelt ausfüllen, der Japaner hat das Auge und die Technik dazu. Doch der 36-Jährige wird vor allem als letzter Mann für den Spielaufbau benötigt, dauerhaft wird er diese Intensität im defensiven Mittelfeld nicht mitgehen können.

Auch ein neuer Linksverteidiger täte gut

Erik Durm und Jetro Willems spielen in den Planungen von Hütter keine Rolle mehr, Neuzugang Steven Zuber will dort nur im Notfall agieren und Evan N'Dicka ist in der Abwehrmitte besser aufgehoben. Für die System-Flexibilität müsste Sportvorstand Fredi Bobic den Kader auch auf dieser Position verstärken. Doch nach fussball.news-Informationen genießt dies auch weiterhin nicht allerhöchste Priorität. Die finanziellen Mittel sind angesichts der Coronavirus-Pandemie und der unklaren Zukunft (Geht alles so reibungslos weiter? Was passiert bei einer nächsten Unterbrechung? Können Zuschauer ins Stadion? Verzichten Profis weiter auf Gehalt) begrenzt vorhanden.

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Christopher Michel  
10.08.2020