Der große Unterschied zwischen Leipzig und Bayern

Stürmertore: Harmlose Geißböcke, kein Team schlägt Lewandowski

Lewandowski traf beinahe selbstverständlich auch gegen Köln. Foto: KERSTIN JOENSSON/AFP via Getty Images
Lewandowski traf beinahe selbstverständlich auch gegen Köln. Foto: KERSTIN JOENSSON/AFP via Getty Images

Nachdem Robert Lewandowski in den vergangenen Jahren schon öfters damit flirtete, scheint der Uralt-Rekord von Gerd Müller diese Saison zum Greifen nahe. Der Weltfußballer steht schon bei 28 Saisontoren, braucht zwölf weitere, um die Fabelmarke des 'Bombers' einzustellen.

Mit seinen 28 Treffern überragt der Pole vom FC Bayern derweil nicht nur in der Torjägerliste jeden anderen Bundesliga-Profi. Alleine hat er mehr Tore erzielt als jede andere Sturmreihe insgesamt, wie das Ranking von fussball.news belegt. Obwohl der FC Bayern nur ein weiteres Tor eines echten Stürmers gesehen hat (und wollte man spitzfindig sein, dürfte es nicht als solches zählen, weil Eric Maxim Choupo-Moting am Samstag auf dem Flügel spielte), reichen die Treffer von Lewandowski auch für den Spitzenplatz in diesem Tableau.

Leipzig fehlt ein Torjäger

Es zeigt auch ganz deutlich, wo der Unterschied zwischen den Münchnern und ihrem ärgsten Verfolger RB Leipzig liegt. Die Sachsen haben zwar zuletzt ihren Rückstand deutlich verkürzen können, ihnen geht aber ein Torjäger ab, seit Timo Werner zum FC Chelsea gewechselt ist. Ganze sieben Tore bringen die Mittelstürmer von Julian Nagelsmann zustande. Zum Glück für Leipzig und die Spannung in der Liga treffen dafür Mittelfeldleute und Flügelspieler ziemlich regelmäßig. Die Übergänge sind bisweilen fließend, in das Ranking sind aber nur die Torschützen eingegangen, die gemeinhin als echte Stürmer gelten oder in dieser Saison vornehmlich auf den entsprechenden Positionen gespielt haben.

FCA und Köln liegen hinten

Das Schlusslicht teilen sich somit der FC Augsburg und der 1.FC Köln. Bei einer wohlwollenderen Interpretation ließen sich für den FCA aber durchaus noch Stürmertore finden, Andre Hahn, Ruben Vargas oder auch Marco Richter haben schließlich bisweilen in der Spitze agiert. Bei den Geißböcken bleibt es bei den kümmerlichen vier Toren von Sebastian Andersson und Jan Thielmann, wie auch immer man es dreht und wendet. Im Kampf um den Klassenerhalt hat Köln dennoch deutlich bessere Karten als so mancher Konkurrent mit deutlich mehr Stürmertoren. Auf Schalke etwa machen die in der Spitze eingesetzten Profis über 60 Prozent der Treffer unter sich aus. Gebracht hat es bislang geradezu lächerliche neun Zähler.

Das Ranking der Stürmertore der Bundesliga-Klubs

1. FC Bayern: 29 Stürmertore (Lewandowski 28, Choupo-Moting 1)

2. Eintracht Frankfurt: 26 Stürmertore (Silva 19, Dost 4, Jovic 3)

3. TSG Hoffenheim: 25 Stürmertore (Kramaric 13, Bebou 6, Dabbur 4, Adamyan 1, Rutter 1)

4. Borussia Mönchengladbach: 20 Stürmertore (Stindl 10, Thuram 4, Embolo 3, Plea 3)

5. Borussia Dortmund: 19 Stürmertore (Haaland 17, Moukoko 2)

6. Union Berlin: 17 Stürmertore (Kruse 7, Awoniyi 5, Teuchert 3, Pohjanpalo 2)

= 6. Hertha BSC: 17 Stürmertore (Cunha 6, Piatek 5, Cordoba 5, Ngankam 1)

= 6. VfB Stuttgart: 17 Stürmertore (Kalajdzic 11, Gonzalez 6)

9. VfL Wolfsburg: 16 Stürmertore (Weghorst 14, Bialek 2)

10. Bayer Leverkusen: 15 Stürmertore (Alario 9, Schick 6)

11. SC Freiburg: 14 Stürmertore (Petersen 7, Demirovic 4, Höler 3)

12. FSV Mainz 05: 13 Stürmertore (Mateta 7, Onisiwo 2, Quaison 2, Burkardt 1, Glatzel 1) 

13. Werder Bremen: 11 Stürmertore (Füllkrug 4, Sargent 3, Selke 3, Dinkci 1)

14. FC Schalke 04: 10 Stürmertore (Hoppe 5, Raman 2, Uth 2, Paciencia 1)

15. RB Leipzig: 7 Stürmertore (Poulsen 5, Sörloth 2)

16. Arminia Bielefeld: 6 Stürmertore (Klos 3, Cordova 2, Schipplock 1)

17. FC Augsburg: 4 Stürmertore (Niederlechner 3, Gregoritsch 1)

= 17. 1.FC Köln: 4 Stürmertore (Andersson 2, Thielmann 2)

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Lars Pollmann  
02.03.2021

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