Franzose gehört zu den Top-Verdienern

Stürmer lehnte ab: Köln hätte Modeste abgegeben

Modeste steht vor seinem Saisondebüt. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
Modeste steht vor seinem Saisondebüt. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Anthony Modeste dürfte nach der Länderspielpause sein erstes Pflichtspiel seit Ende Juni absolvieren. Der Stürmer fehlte dem 1.FC Köln zuletzt mit schwer zu definierenden Knieproblemen. Einen Stammplatz hat der Franzose nicht in Aussicht. Der Klub hätte ihn im Sommer sogar ziehen lassen.

Dies berichtet Sport Bild. Demnach leitete Köln alle Anfragen für Modeste unmittelbar an desse Berateragentur weiter. Interesse soll unter anderem der Istanbuler Traditionsklub Besiktas gezeigt haben. Zu einer Einigung mit den Türken oder anderen Bewerbern kam es aber nicht, sodass die Geißböcke den 32-Jährigen weiterhin im Kader haben. Der sportliche Wert des Stürmers ist rund um den Verein zwischenzeitlich umstritten, wirtschaftlich gilt er als deutlich zu teuer.

Als 30-Jähriger bekam Modeste Vertrag bis 2023

Dreieinhalb Millionen Euro soll Modeste pro Jahr verdienen, für einen Ersatzspieler war das schon vor Corona eigentlich zu viel. In der Kölner Medienlandschaft heißt es heute, der Verein habe sich von der Glanzzeit des beliebten Torjägers vor seinem wirtschaftlich motivierten Wechsel nach China blenden lassen. Tatsächlich ist schwer nachzuvollziehen, warum der 1.FC Köln den Angreifer 2018 im Alter von 30 Jahren mit einem Vertrag über fünf Jahre (!) ausstattete. Sportchef Horst Heldt hat damit nichts zu tun gehabt, sein Versuch, diese, hart formuliert, Altlast abzustoßen scheiterte im Sommer am Veto des Stürmers. Modeste helfen nun nur Tore und Leistung, um das Thema nicht schon im Januar wieder aufkommen zu lassen.

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Lars Pollmann  
14.10.2020