VfB Stuttgart

"Stressiger als an der Linie": So erlebte Matarazzo seine Sperre

Für Matarazzo war der Innenraum gegen Schalke Tabu. Foto: Getty Images
Für Matarazzo war der Innenraum gegen Schalke Tabu. Foto: Getty Images

Der VfB Stuttgart hat am Samstag gegen den FC Schalke 04 auch am fünften Spieltag der neuen Bundesliga-Saison auf den ersten Sieg warten müssen. Immerhin gelang wie schon eine Woche zuvor gegen den 1.FC Köln in Unterzahl ein Teilerfolg. Das 1:1 gegen den Aufsteiger erlebte Pellegrino Matarazzo aus ungewohnter Position.

"Ruhig, gute Sicht, staubig", so charakterisiert der Chefcoach gegenüber der ARD seinen Platz auf der Tribüne in der Mercedes-Benz-Arena, mit dem er Vorliebe nehmen musste, nachdem er in Köln wegen Meckerns Gelb-Rot gesehen hatte. "Es war nicht einfach für mich, das muss ich ehrlich sagen, dass ich keinen Einfluss auf das Geschehen nehmen konnte. Das ist für mich stressiger als an der Seitenlinie zu stehen", gibt Matarazzo zu.

"Dazwischen war eher kacke"

Der US-Amerikaner hofft deshalb auf ein einmaliges Erlebnis, bei dem offenbar auch seine Platznachbarn mitgelitten haben. "Ich habe schon ein paar mal geschrien und geschimpft", so der Trainer der Schwaben. Bei Sperren der Trainer ist Kontakt mit der Mannschaft und den Kollegen aus dem Trainerstab nur bis 30 Minuten vor und ab 30 Minuten nach dem Spiel erlaubt. Matarazzo hielt noch eine Ansprache an das VfB-Team, dann war er zum Zuschauen verdammt. "Wir dürfen nicht zufrieden sein mit der Leistung, wir können anders Fußball spielen", schätzt er ein. "Es war eine ordentliche Anfangs- und Endphase, dazwischen war eher kacke", so Matarazzo unmissverständlich.

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Lars Pollmann  
06.09.2022