Freiburg unter dem Trainer gegen Dortmund sieglos

Streich warnt: "Sonst sind wir chancenlos"

Streich und Favre schätzen einander. Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images
Streich und Favre schätzen einander. Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Der Begriff des Angstgegners ist in der Fußball-Berichterstattung wahrscheinlich etwas überstrapaziert. Wenn Borussia Dortmund auf dem Programm des SC Freiburg steht, ist die Anwendung aber durchaus gerechtfertigt. Christian Streich hat den BVB noch nie bezwungen.

15 Anläufe hat der dienstälteste Chefcoach der Bundesliga immerhin schon unternommen, dabei waren drei Remis das höchste der Gefühle. Selbst gegen den FC Bayern liest sich die Bilanz des Charakterkopfs weniger dramatisch (ein Sieg, vier Remis). Die Vorzeichen für einen Erfolg am Samstag stehen dabei gar nicht so schlecht, immerhin kamen die Breisgauer gut in die Saison, während der BVB zuletzt gegen den FC Augsburg und in München verlor. Streich freilich hätte einen Erfolg der Dortmunder im Eigensinn gut gefunden. Nun erwartet er einen angestachelten BVB und viel Arbeit für sein Team.

"Keiner soll bloß zuschauen"

"Es geht um eine wache Hilfsbereitschaft unserer Mitspieler. Wenn mal einer ausgespielt ist, muss sofort durchgeschoben werden. Keiner soll bloß zuschauen, was passiert", so der 55-Jährige in der Spieltagspressekonferenz. Die Mannschaft dürfe auf keinen Fall an die Schlussphase des letzten Auswärtsspiels anknüpfen. Da verspielte Freiburg beim VfB Stuttgart beinahe ein 3:0. "Wir müssen vielmehr Duelle im eins gegen eins gewinnen, als es in der letzten halben Stunde in Stuttgart der Fall war. Sonst sind wir chancenlos", warnt Streich.

"Würde ich auch unterschreiben"

Über 90 Minuten wird der Sportclub die Hausherren in Dortmund wohl kaum vom eigenen Tor fernhalten können, wichtig sei dabei nicht zuletzt, bei eigenen Angriffen nicht in Konter zu laufen. Grundsätzlich weiß Streich, dass die eigene Mannschaft vermutlich weniger Aktivität mit dem Ball zeigen wird als es üblicherweise ihr Stil ist. "Wenn ich wüsste, wir gewinnen 1:0 und haben nur 18 Prozent Ballbesitz, dann würde ich das auch unterschreiben", so Streich. Seine Bilanz gegen den BVB bleibt mager, immerhin aber gingen drei der letzten sechs Partien unentschieden aus.

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Lars Pollmann  
02.10.2020