Nach Wechsel zu Benfica

Streich: "Waldschmidt können wir nicht eins-zu-eins ersetzen"

Waldschmidt spielt nun in Portugal. Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images
Waldschmidt spielt nun in Portugal. Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Es gehört zur Philosophie des SC Freiburg, dass seine besten Spieler in regelmäßigen Abständen für viel Geld den Klub wechseln. Mit Luca Waldschmidt hat das Team von Christian Streich nach Alexander Schwolow den zweiten Leistungsträger ziehen lassen müssen. Der Trainer redet nicht um die Schwere des Verlusts herum.

"Luca ist ein Neuneinhalber, den wir nicht eins-zu-eins ersetzen können aufgrund seiner offensiven Qualität", so der dienstälteste Coach der Bundesliga gegenüber dem SWR. "Er ist ein Linksfuß, der, wie wir wissen, in wenigen Szenen den Unterschied machen kann. Deshalb ist er ja auch nach Lissabon." Benfica lässt sich den Transfer immerhin 15 Millionen Euro kosten. Der Sportclub wird die dem Vernehmen nach nicht unmittelbar in eine Nachfolgeregelung fließen lassen.

"Als Gruppe auffangen"

"Wir müssen schauen, dass wir das als Gruppe auffangen, jeder auf seine Art", sagt Streich. Laut Medienberichten erhalten unter anderem Brandon Borrello und Woo-yeong Jeong die Chance, sich im Sommer für die entsprechenden Rollen anzubieten. "Wenn er da geblieben wäre, wäre es hochspannend gewesen, das ist klar, bei einem Spieler mit so einer Qualität", sagt Streich, der an sich nicht mehr viele Worte zu Waldschmidt verlieren will. "Aber jetzt müssen wir mit den Gegebenheiten umgehen." Immerhin ist der Sportclub darin geübt. Und kam in den vergangenen Jahren auch nach wichtigen Abgängen stets gut zurecht.

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Lars Pollmann  
19.08.2020