Zuletzt gute Bilanz

Streich vor BVB: "Kann passieren, dass man verprügelt wird"

Der BVB ist für Streich kein Angstgegner mehr. Foto: Getty Images
Der BVB ist für Streich kein Angstgegner mehr. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund war für Christian Streich viele Jahre lang ein absoluter Angstgegner. Aus den ersten 16 Spielen mit dem SC Freiburg gegen die Schwarzgelben holte der Kultcoach nur drei magere Punkte. Im Jahr 2021 brachen die Breisgauer den Bann jedoch und gewannen zwei Heimspiele in Folge, unter anderem auch am zweiten Spieltag der Vorsaison. Am Freitag empfängt der Sportclub den BVB erneut.

Mit jedem Punktgewinn ist der Streich-Elf nach dem deutlichen Sieg über den FC Augsburg am 1. Spieltag die Tabellenführung für mindestens eine Nacht sicher. Natürlich haben zudem die beiden Heimsiege gegen Dortmund im Vorjahr für Selbstvertrauen gesorgt. "Wenn du viele Jahre gegen eine Mannschaft spielst und fast immer verlierst, ist das nicht so schön. Es ist besser, wenn du auch Erfolgserlebnisse hattest. Die letzten Jahre haben wir gegen Dortmund fast immer ordentliche Leistungen gezeigt", sagt Streich in der Spieltagspressekonferenz.

Ein Lieblingsgegner von Modeste

Allerdings ging das letzte Duell im Januar mit 5:1 deutlich an die Gäste vom Freitag. "Es kann gegen Dortmund immer wieder passieren, dass man verprügelt wird", warnt Streich deshalb. Auch der BVB ist mit einem Sieg gegen Bayer Leverkusen gut in die Saison gestartet, zudem hat sich der Klub mit Anthony Modeste einen neuen Mittelstürmer geleistet, für den Spiele gegen Freiburg oft besonders positiv verliefen. Nur gegen zwei Klubs hat der Franzose öfter getroffen als gegen die Breisgauer (siebenmal in zehn Einsätzen).

Wiedersehen mit Schlotterbeck

"Dortmund hat die Spieler, um sich außen durchzudribbeln und zu flanken. Im Strafraum hat Modeste dann eine enorme Wucht", weiß Streich. Ein Unbekannter sei der 34-Jährige für die Abwehr des Sportclub aber nicht. Die hat gegen Augsburg im ersten Bundesliga-Spiel nach dem Abschied von Nico Schlotterbeck sicher gestanden, wird nun aber auf eine härtere Probe gestellt. Die Wiedersehensfreude ist auf beiden Seiten groß, wobei Streich in erster Linie damit umgehen muss, dass da ein sehr guter Innenverteidiger in der gegnerischen Startaufstellung stehen wird. "Wir wissen, wie er spielt und was für ein Typ er ist. Nico hat einen guten Schlag, eine gute Spielverlagerung und rückt gut an – das besprechen wir, aber nicht zu lang."

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Lars Pollmann  
11.08.2022