Nach Freiburg-Remis

Streich nimmt Uphoff in Schutz: "Blöd gelaufen, aber das macht nichts"

Christian Streich (Foto) machte das Remis gegen Bielefeld nicht an Benjamin Uphoff fest. Foto: Getty Images.
Christian Streich (Foto) machte das Remis gegen Bielefeld nicht an Benjamin Uphoff fest. Foto: Getty Images.

Wegen einer Corona-Infektion von Mark Flekken stand Benjamin Uphoff beim Heimspiel des SC Freiburg gegen Arminia Bielefeld (2:2) zwischen den Pfosten. Der Ersatztorhüter gab bei beiden Gegentoren eine unglückliche Figur ab, Lucas Höler und Christian Streich machten die Punkteteilung aber nicht an ihm fest.

Dank Toren von Janik Haberer (6.) und Woo-yeong Jeong (46.) führte der SC Freiburg zwischenzeitlich mit 2:0 gegen Arminia Bielefeld, nach dem Schlusspfiff stand im Europa-Park-Stadion allerdings ein 2:2 auf der Anzeigetafel. Masaya Okugawa verkürzte in der 60. Minute auf 1:2 aus Sicht der Arminia, kurz vor Schluss erzielte Bryan Lasme den Ausgleich (87.). 

Pechvogel Uphoff 

Bei beiden Bielefelder Toren rückte Benjamin Uphoff unfreiwillig in den Vordergrund. Bei Okugawas Distanzschuss aus der zweiten Reihe verschätzte sich der 28-Jährige und zeigte sich angesichts der Flugbahn überrascht, beim Ausgleich ließ er Lasmes Versuch aus spitzem Winkel passieren. "Beim ersten stehe ich vielleicht einen Tick zu weit vorne, der Ball hat auch eine komische Flugkurve", äußerte sich Uphoff bei Sky selbstkritisch und ergänzte: "Beim zweiten kommt viel zusammen, Manu (Manuel Gulde, d. Red) berührt ihn noch leicht mit der Fußspitze."

Höler: "Wir machen ihm keinen Vorwurf"

Die Punkteteilung wollten die SC-Akteure aber nicht an Uphoff festmachen. "Wenn der Torwart Fehler macht, ist es immer blöd, weil es dann wahrscheinlich ein Tor gibt. Wir hatten in der ersten Halbzeit genug Chancen und hätten es entscheiden können, da machen wir ihm keinen Vorwurf", sagte Lucas Höler bei Sky. Auch Christian Streich nahm den Keeper in Schutz: "Er ist sicher derjenige, der am schlechtesten schläft. Es tut mir leid, dass es so blöd gelaufen ist für ihn, aber das macht nichts", sagte der Cheftrainer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Streich: "Das ist kein Weltuntergang"

Vielmehr ärgerte sich Streich über die verspielte Führung: "Wenn du 2:0 führst gegen Bielefeld, hoffst du, dass du gewinnst", so der 56-Jährige, der zugleich betonte: "Wir müssen mit dem Punkt leben. Das ist kein Weltuntergang, aber ein bisschen schade." Deutlicher äußerte sich Höler: "Wir sind eigentlich gut aus der Halbzeit rausgekommen, wir haben direkt das 2:0 geschafft. Wir hatten bis zum 2:1 alles im Griff, aber das darfst du auf jeden Fall nicht mehr aus der Hand geben." Trotz alledem übertreffen die Schwarzwälder mit 30 Punkten aus 18 Spielen die Erwartungen, zu Buche steht nach diesem Spieltag der vierte Tabellenplatz. 

Florian Bajus  
09.01.2022