Keine flächendeckende Lösung

Streich gegen Zuschauer-Neid: "Nicht alles über einen Kamm zu scheren"

Streich zeigt Verständnis für die nicht einheitliche Regelung. Foto: Arne Dedert/Pool via Getty Images
Streich zeigt Verständnis für die nicht einheitliche Regelung. Foto: Arne Dedert/Pool via Getty Images

Die Pläne zur Rückkehr von Zuschauern in die Stadien, ob im DFB-Pokal oder in der Bundesliga, gleichen einem Flickenteppich. An manchen Standorten sind Tausende Fans erlaubt, andernorts nur wenige Hundert. Christian Streich beteiligt sich nicht an der aufkeimenden Neid-Debatte.

"Wenn unterschiedliche Bedingungen herrschen, müssen wir versuchen, dass man nicht jemandem neidet, der irgendwo anders Dinge machen kann, die wir noch nicht machen dürfen. Auf dem Weg geht es schonmal gar nicht", so der Cheftrainer des SC Freiburg auf einer Pressekonferenz vor dem Pokalspiel beim SV Waldhof Mannheim am Sonntag. Die Breisgauer spielen infolge des Bundesliga-Auftakts kommende Woche ihre Heimspiele nach aktueller Planung vor 500 Zuschauern, während bei Hertha BSC, Eintracht Frankfurt und RB Leipzig jeweils über 5 000 Anhänger dabei sein sollen.

"Bessere Perspektive" für den Weg zurück

"Es geht darum, das sagen wir seit Monaten, dass man verantwortungsbewusst vorgeht und versucht, Schritt für Schritt Zustände herzustellen, die uns alle glücklich machen würden. Da geht es nicht, alles über einen Kamm zu scheren", so Streich. Insofern sieht er sogar gerne, dass manch anderer Bundesligist den vermeintlichen Vorteil eines größeren Publikums genießt. Er sei "der erste, der total froh ist", wenn diese Tests gut verlaufen. "Weil es uns eine bessere Perspektive gibt. Das halte ich für den richtigen Weg, dass wir wieder zurückkommen", so der Freiburg-Coach.

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Lars Pollmann  
12.09.2020