Trainer verliert vielleicht auch noch Koch

Streich bedauert Waldschmidt-Abschied: "Hätten ein paar Sachen verfeinern können"

Streich entließ Waldschmidt nur ungern aus seiner fußballerischen Obhut. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
Streich entließ Waldschmidt nur ungern aus seiner fußballerischen Obhut. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Der SC Freiburg ist durchaus gewohnt, mit personellen Aderlässen umzugehen. Mit Alexander Schwolow und Luca Waldschmidt haben bereits zwei prominente Spieler den Schwarzwald verlassen. Christian Streich hätte dem Jungnationalspieler gerne noch mehr Dinge mit auf den Weg gegeben.

"Wenn Luca Waldschmidt hier geblieben wäre, hätten wir gemeinsam noch ein paar Sachen verfeinern können, weil seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist", so der Übungsleiter gegenüber dem SWR. Als versteckten Kommentar bezüglich des Wechsels ist das aber nicht zu werten. Streich traut dem Angreifer auch in Diensten von Benfica zu, die letzten Prozente aus sich herauszuholen. "Wenn er sich in Lissabon wohl fühlt, wenn alles stimmt mit dem Umfeld, kann er auch dort die nächsten Schritte tun."

"Wenn er bleibt, wunderbar"

Ebendas steht womöglich auch für Robin Koch an. Der zweite Freiburger DFB-Internationale bringt nur noch diesen Sommer eine hohe Ablöse, weil sein Vertrag am Ende der neuen Saison ausläuft. "Wenn er bleibt, ist es wunderbar. Wenn nicht, brauchen wir in jedem Fall Ersatz", sagt Streich. Der dienstälteste Trainer der Bundesliga weiß, wie Stammkräfte zu ersetzen sind. Dennoch besteht immer ein gewisses Risiko.

"Hatten eine gute Breiter"

"Wir hatten eine gute Breite, waren variabel und konnten auch den Ausfall von verletzten Spielern kompensieren", erklärt Streich den guten Erfolg der Vorsaison des SC Freiburg. "Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob das in der nächsten Saison wieder so ist." Er rechne eher nicht damit, dass die gleiche Qualität in der Breite vorhanden sein wird. "Aber wir wollen wieder so aufgestellt sein, dass wir in der Lage sind, Bundesligaspiele zu gewinnen."

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Lars Pollmann  
27.08.2020