"Qualitativ wahnsinnig gut aufgestellt"

Steinhaus über VAR: "Wir müssen den Zuschauern noch mehr Transparenz bieten"

Steinhaus kommt auch selbst als Videoassistentin zum Einsatz. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images
Steinhaus kommt auch selbst als Videoassistentin zum Einsatz. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Am Freitagabend stand bei der Partie zwischen Juventus Turin und Olympique Lyon mal wieder der Videobeweis im Vordergrund. Auch einen Tag später, zwischen dem FC Barcelona und SSC Neapel, sorgte er für Diskussionen. Bibiana Steinhaus bleibt Verfechterin des Hilfsmittels, regt aber eine Änderung an.

"Wir müssen den Zuschauern im Stadion und an den Bildschirmen noch mehr Transparenz bieten", so die Bundesliga-Schiedsrichterin gegenüber Bild am Sonntag. Es ist ein Punkt der häufig ins Feld geführt wird. Gerade im Stadion ist häufig kaum ersichtlich, warum das Spiel bisweilen minutenlang nicht weitergeht. Vorstöße gibt es reichlich, vor allem für das Erlebnis am Fernseher. Eine Möglichkeit, die Diskussionen des Schiedsrichters mit dem Video-Assistenten zu hören, beispielsweise.

"In dem Bereich wahnsinnig gut aufgestellt"

Grundsätzlich will Steinhaus die Technik nicht missen. "Der Videoassistent gibt uns Unparteiischen vor allem Sicherheit. Wir sind in Deutschland in dem Bereich qualitativ wahnsinnig gut aufgestellt. Die Entwicklungen gehen rasant weiter. Und sie gehen in eine sehr gute Richtung." Unter den Spielern ist die Haltung weniger eindeutig. Eine Umfrage des kicker mit 270 teilnehmenden Profis aus der Bundesliga ergab, dass sich nur knapp 42 Prozent mit dem Videobeweis angefreundet haben. 40 Prozent haben das nicht, satte 17 enthielten sich. 

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Lars Pollmann  
09.08.2020