VfB Stuttgart

Ehrenpräsident Staudt äußert Zweifel an Mislintat

Mislintat steht beim VfB durchaus zur Diskussion. Foto: Getty Images
Mislintat steht beim VfB durchaus zur Diskussion. Foto: Getty Images

Der VfB Stuttgart befindet sich in einem gewissen Schwebezustand. Weder hat der Klub aktuell über den Winter hinaus eine Lösung für den Cheftrainerposten, noch ist die vertragliche Zukunft von Sven Mislintat geklärt. Der Sportdirektor bekommt von Erwin Staudt nicht eben großes Vertrauen ausgesprochen.

Grundsätzlich glaubt der Ehrenpräsident, dass dem Klub die aktuelle Lage nicht gut tut. "Es braucht jetzt möglichst schnell die Entscheidung, mit welcher Führungsmannschaft der VfB die Zukunft angehen will", sagt er gegenüber den Stuttgarter Nachrichten. Ob Mislintat dabei noch der richtige Sportdirektor für den Klub sei, wolle er "nicht eindeutig beantworten", so Staudt. Sonderlich zweideutig ist aber auch nicht, was der früher hauptamtliche Präsident des Klubs zur Arbeit von Mislintat zu sagen hat.

Kein gutes Zeugnis

"Sportliche Abteilungen werden immer an den Ergebnissen gemessen, die sie liefern, am Tabellenstand, an der Zusammenstellung des Kaders und an der Perspektive, die man gemeinsam entwickelt", so der 74-Jährige. Für ihn liegt da gerade in Sachen Spielerpersonal so viel im Argen, dass die Perspektive nicht eben glänzend sei: "Mit diesem Kader steigt der VfB ab", legt sich Staudt fest. Das wäre auf Mislintat zurückzuführen, dessen Verbleib bei den Schwaben über das Saisonende hinaus erst während der WM-Pause der Bundesliga besprochen werden soll.

Khedira ein Kandidat für Verantwortung

Für den Fall, dass es perspektivisch einen neuen Sportdirektor brauchen sollte, sähe Staudt wohl viel Charme in einer tieferen Einbindung von Sami Khedira, der zuletzt als Berater eingestiegen ist und aktuell auch zur Trainerfindungskommission des VfB gehört. "Was ich immer an ihm bewundert habe, ist nicht nur, dass er ein herausragender Fußballer war, sondern dass er ein guter Kopf ist. Er besitzt Führungsfähigkeiten und strategisches Geschick", schwärmt Staudt. Khedira traue er "absolut zu", beim VfB Stuttgart im Management Verantwortung zu übernehmen.

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Lars Pollmann  
26.10.2022