VfB Stuttgart

Staudt fordert: "Alles und auch jeden in Frage stellen"

Mit Mislintat stehen Vertragsgespräche an. Foto: Getty Images
Mit Mislintat stehen Vertragsgespräche an. Foto: Getty Images

Nach der Rückkehr von einer Marketingtour in die USA stehen beim VfB Stuttgart wegweisende Entscheidungen an. Die meisten Fans der Schwaben wünschen sich dabei eine Verlängerung des Vertrags von Sven Mislintat, mit der wohl auch die Beförderung von Michael Wimmer zum Cheftrainer einhergehen würde. Zuletzt deuteten die Zeichen aber eher in eine andere Richtung.

Für die meisten Beobachter wäre keine Überraschung mehr, sollte sich der VfB mit Sportdirektor Mislintat nicht einig werden. Im Raum steht sogar, dass es zur sofortigen Trennung kommt, damit ein Nachfolger die wichtigen Planungen angehen kann. Mislintat wäre ein Verlust für Stuttgart, wie groß er aber ausfiele, darüber gibt es durchaus kontroverse Meinungen. "Offensichtlich haben wir nicht das Ergebnis, dass wir uns erhofft haben, von diesem Personal, dass wir uns da in den vergangenen Jahren angesammelt haben", sagt etwa Erwin Staudt gegenüber dem SWR.

"Als Mannschaft liefern wir nicht ab"

Der Ehrenpräsident des VfB spricht Mislintat zwar nicht direkt an, es liegt aber auf der Hand, dass er als Hauptverantwortlicher bei der Kaderplanung aus Sicht von Staudt die Verantwortung schultern muss. "Da sind gute Fußballer dabei, dass muss ich sagen, viele die mir viel Freude bereiten, wenn ich zuschaue. Aber im Ergebnis, als Mannschaft liefern wir nicht das ab, was wir uns alle erhoffen", betont der langjährige Klubchef.

"Alles und auch jeden in Frage stellen"

"Wir müssen alles in Frage stellen und auch jeden in Frage stellen", fordert Staudt, nötigenfalls auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Über allem müsse der Kampf gegen einen dritten Abstieg in kurzer Folge stehen. Die Vereinsführung müsse sich "jetzt mal im Klaren werden, wie man das Projekt in den nächsten zwei bis drei Jahren angeht". Dass Mislintat dabei noch eine Hauptrolle spielt, scheint zuletzt recht unwahrscheinlich geworden zu sein.

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Lars Pollmann  
22.11.2022