Gelingt dem VfB der Befreiungsschlag?

Statistik: Wieso das Wiedersehen mit Markus Weinzierl dem VfB Stuttgart Mut macht

Gegen Augsburg könnte dem VfB Stuttgart der Turnaround gelingen. Foto: Imago.
Gegen Augsburg könnte dem VfB Stuttgart der Turnaround gelingen. Foto: Imago.

Mit dem Abstiegskampf hat der VfB Stuttgart nichts zu tun, dennoch will Pellegrino Matarazzo die Niederlagenserie durchbrechen. Das Wiedersehen mit Ex-Trainer Markus Weinzierl könnte genau zum richtigen Zeitpunkt kommen.

Beim FC Augsburg feierte Markus Weinzierl die bisher größten Erfolge in seiner Trainerlaufbahn. Die Fuggerstädter führte er aus der Abstiegsregion auf einen Europapokalplatz. Unvergessen ist das Erreichen der Zwischenrunde der Europa League in der Saison 2015/16, in der der FCA knapp am FC Liverpool (0:0, 0:1) scheiterte. Knapp fünf Jahre nach seinem Abschied ist Weinzierl wieder in Augsburg, und wieder soll er die Mannschaft vor dem Abstieg bewahren. Nach 31 Spielen hat der FCA 33 Punkte auf dem Konto, angesichts von vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz ist die Situation bedrohlich, vor allem aber waren die ersten 45 Minuten bei der jüngsten 2:3-Niederlage gegen den 1. FC Köln bedenklich. Die vogelwilde Abwehr soll Weinzierl stabilisieren, zudem soll die Offensive unter seiner Leitung wieder aufblühen.

Matarazzo will ein versöhnliches Saisonende

Zum Auftakt trifft der 46-Jährige auf seinen Ex-Verein VfB Stuttgart. Die Schwaben rangieren ihrerseits auf Platz zehn und wurden zwischenzeitlich eher zum Europapokal als zu den Abstiegsrängen befragt. Derzeit kämpft die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo allerdings gegen einen Negativtrend, die vergangenen vier Spiele gingen allesamt verloren. Der Cheftrainer will den Bock in den übrigen Partien gegen Augsburg, Gladbach und Bielefeld umstoßen: "Es wäre nicht gut, wenn wir jetzt keinen Punkt mehr holen und damit in die Pause gehen", wird Matarazzo von der Bild-Zeitung zitiert.

Augsburg kann sich von Rückständen nicht erholen

Für einen Sieg über Augsburg sprechen zwei Faktoren: Einerseits hat Weinzierl während seiner ersten Amtszeit beim FCA, auf Schalke und mit dem VfB jeweils das erste Bundesligaspiel verloren. Mit Augsburg musste er sich Fortuna Düsseldorf beugen (0:2), mit Schalke kassierte er ein 0:1 gegen Eintracht Frankfurt und mit Stuttgart ging er bei Borussia Dortmund baden (0:4). Darüber hinaus ist Augsburg in dieser Saison bereits 19 Mal in Rückstand geraten und sammelte anschließend nur drei Punkte - schlechter steht nur Arminia Bielefeld mit einem gewonnenen Zähler da.

In der Schlussphase ist der VfB besonders gefährlich 

Angesichts der Schwächephase, in der sich beide Mannschaften derzeit befinden, könnte es auf ein kampfbetontes Spiel hinauslaufen. Doch auch zu späten Momenten kann der VfB zuschlagen: In der Schlussviertelstunde erzielte die Mannschaft elf Tore, nur der FC Bayern (13) und Borussia Dortmund (15) waren häufiger erfolgreich. Und ab der 90. Minute inklusive Nachspielzeit stellen die Stuttgarter mit sechs erzielten Treffern den absoluten Bestwert in der Bundesliga. Die Chancen stehen demzufolge gut, dass gegen Augsburg der (späte) Befreiungsschlag gelingt. 

Florian Bajus  
29.04.2021