Mehr intensive Läufe, mehr Torschüsse

Statistik: Was der 1. FC Köln unter Baumgart besser macht

Der 1. FC Köln ist mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Foto: Imago.
Der 1. FC Köln ist mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Foto: Imago.

Der 1. FC Köln ist mit zwei Siegen aus drei Spielen in die neue Saison gestartet. Unter Steffen Baumgart überzeugen die Geißböcke mit mutigem Angriffsfußball. Einige Statistiken zeigen auf, was den FC derzeit so stark macht.

Im September vergangenen Jahres startete der 1. FC Köln mit Niederlagen gegen Hoffenheim (2:3), Bielefeld (0:1) und Gladbach (1:3) in die Saison. Der Start der Spielzeit 2021/22 verlief deutlich positiver: Zum Auftakt wurde Hertha BSC mit 3:1 bezwungen, gegen den FC Bayern verloren die Kölner nur knapp mit 2:3, und gegen VfL Bochum wurde ein 2:1-Sieg gefeiert. 

Die Handschrift ist erkennbar

Bereits nach drei Spieltagen hat der FC so viele Punkte auf dem Konto wie in der vergangenen Saison nach neun Partien. Die Geißböcke spielen unter Steffen Baumgart aktiven und mutigen Fußball, die Hereingaben in den Strafraum sind deutlich präziser als noch in der abgelaufenen Spielzeit und der Sechzehner ist wesentlich besser besetzt. Im letzten Jahr stand meist nur Sebastian Andersson als Abnehmer bereit, zuletzt waren drei oder mehr Spieler in der Box zu finden. 

Köln macht Dampf

Vor allem in puncto Intenstität punkten die Kölner zum Saisonstart. Nach Angaben der Sport Bild verzeichnet die Mannschaft im Schnitt 735 intensive Läufe pro Spiel, nur der FC Bayern weist noch mehr vor. Die durchschnittliche Laufleistung von 117,8 Kilometern pro Spiel bedeutet Platz drei im Liga-Vergleich, mit durchschnittlich 231 Sprints rangiert Köln auf dem vierten Platz. 

Mehr Mut = mehr Chancen

Durch die intensive und offensive Spielweise erarbeitet sich der 1. FC Köln auch mehr Torchancen als in der vergangenen Spielzeit. Laut fbref.com verzeichnete die Mannschaft in der Saison 2020/21 durchschnittlich zehn Torschüsse pro Partie, von denen drei aufs Tor gingen - gegen Hertha BSC feuerten die Domstädter allerdings 14 Torschüsse ab, gegen den VfL Bochum sogar 22 (jeweils 5 auf das Tor). Beim FC Bayern erreichte der FC hingegen die Durchschnittswerte des letzten Jahres.

Jeder zweite Torschuss auf das Tor landet im Netz

Auffällig ist darüber hinaus die Effizienz im Abschluss: Die 13 abgegebenen Torschüsse auf das Tor resultierten in sieben Treffern, somit landet im Schnitt jeder zweite Schuss im Netz. Positiv erscheint auch der Fakt, dass diese sieben Tore von fünf Torschützen erzielt wurden - von einem Torjäger ist die Mannschaft demzufolge nicht abhängig. Sollte Köln diese Effizienz beibehalten, könnte der Abstieg auch in dieser Saison vermieden werden.

Florian Bajus  
01.09.2021