Mehr Theorie als Praxis

Gladbachs Standard-Geheimnis: "Kaum Training, trotzdem erfolgreich"

Gladbachs Patrick Herrmann bei der Ausführung eines Eckballs.
Gladbachs Patrick Herrmann bei der Ausführung eines Eckballs. (Foto: WOLFGANG RATTAY / POOL / AFP)

Borussia Mönchengladbach ist bei Standards in dieser Saison außerordentlich gut. Ligaweit hat die Elf vom Niederrhein die meisten Tore nach ruhenden Bällen erzielt und so auch nur wenige Gegentreffer bekommen. Dafür steht ein Mann ganz besonders in der Verantwortung.

Gemeint ist Co-Trainer Alexander Zickler, der an der Seite von Chefcoach Marco Rose die Zuteilung bei eigenen und gegnerischen Eckbällen und Freistößen bestimmt. Zickler mache sich "die Woche über sehr viele Gedanken, bereitet die Standard-Sitzungen hervorragend vor, stellt die Spieler drauf ein - offensiv wie defensiv", berichtete Rose am Donnerstag auf fussball.news-Nachfrage.

Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr

Dabei ist es mehr die Theorie als die Praxis, die bei Borussia Mönchengladbach für den Erfolg sorgt. "Wahrscheinlich sind wir eine der wenigen Mannschaften, die kaum Standards trainiert, aber trotzdem erfolgreich ist", gab Rose zu. Bei den Fohlen scheint diesbezüglich das Motto "weniger ist manchmal mehr" zu gelten. "Solange man keine Standardgegentore bekommt und selber eine Menge schießt, muss man auch nicht zwingend viel daran ändern", zeigte sich der 44-Jährige zufrieden.

Trimmel fehlt gegen Gladbach

Und auch wenn es zu den Standard-Spezialisten zu Union Berlin geht, spielt das Thema im Training der Fohlen keine große Rolle. Ein Grund könnte sein, dass Unions Christopher Trimmel, bekannt für seine gefährlichen Flanken und Ecken, gegen Borussia Mönchengladbach Gelb-gesperrt fehlt. Außerdem hat Rose mit Zickler ja einen Fachmann im Trainerteam, der die richtige Zuteilung schon treffen wird.

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Tom Jacob  
28.01.2021