Eintrachts Mittelfeldmann

Stammplatz statt Wechsel? Younes lässt Taten sprechen

Im Eintracht-Training hat Amin Younes sichtlich Spaß. Foto: Imago

Geht er oder bleibt er? Die Gerüchte um Amin Younes brodeln bei Eintracht Frankfurt fast täglich hoch. Doch der 28-jährige Offensivspieler zeigt sich von alldem völlig unbeeindruckt und könnte am Wochenende im DFB-Pokal in der Startelf stehen.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Die Berichterstattung um Amin Younes war in den vergangenen Wochen keine einfache. Der Deutsch-Libanese ist bis 2022 vom SSC Neapel an Eintracht Frankfurt ausgeliehen, die Hessen besitzen eine Kaufoption in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Nach einer ordentlichen Saison soll Younes nun intern eine Gehaltsaufstockung thematisiert haben. Bei seinem Wechsel im Sommer 2020 hatte er auf rund die Hälfte seines Jahressalärs verzichtet. An sich ein legitimer Vorgang, der dadurch, dass er öffentlich wurde, aber für Zündstoff sorgte, auch bei den Frankfurt Fans. Im Zuge dessen soll Younes auch mit einem Wechsel nach Katar oder Saudi-Arabien kokettieren. Dazu müsste er aber ein Jahr vor Ende der Leihe aus dem Leihvertrag rausgekauft werden, sowohl die Eintracht als auch der SSC Neapel müssten von einem dritten Verein entschädigt werden. 

In Mannheim in der Startelf?

Insgesamt eine sehr komplexe Sachlage, die beim Blick auf den Trainingsplatz aber plötzlich ziemlich einfach aussieht. Younes schweigt bislang zwar eisern zur Situation, geht im Training aber voran, gehört dort in jeder einsehbaren Einheit zu den auffälligsten Akteuren. Von Abwanderungsgedanken keine Spur. Die Gerüchte um seine Person schüttelt er kommentarlos wie professionell ab und seine Fähigkeiten am Ball - das wird ebenfalls sichtbar - sind trotz des angestrebten Pressing-Fußballs unter dem neuen Trainer Oliver Glasner weiterhin gefragt. In der Mannschaft genießt der Nationalspieler weiterhin Rückendeckung, hat dort an Akzeptanz nicht verloren. Durch seine starken Trainingsleistungen könnte Younes am Sonntag (15:30 Uhr) beim Saisonauftakt im DFB-Pokal beim Drittligisten Waldhof Mannheim in der Startelf stehen und gemeinsam mit Daichi Kamada hinter Neuzugang Rafael Santos Borre auf der Doppelzehn spielen. 

 

Hauge im Anflug - Gespräche mit Younes laufen

Und doch wird sich wohl bis zum 31. August die Frage stellen, ob alle Parteien zur Übereinkunft kommen, auch in Zukunft zusammenarbeiten zu wollen. Die Konkurrenzsituation im offensiven Mittelfeld könnte durch den potentiellen Neuzugang Jens Petter Hauge (AC Mailand) weiter verstärkt werden. Der Transfer des 21-jährigen Norwegers ist zwar nach Informationen von fussball.news noch nicht fix, könnte aber innerhalb der nächsten Tage finalisiert werden. Mit ihm, Aymen Barkok, Daichi Kamada, Jesper Lindström und aktuell auch noch Steven Zuber müsste sich Younes um wohl nur zwei Plätze im derzeitigen System streiten. Trainiert er allerdings weiterhin so konstant gut wie aktuell und ruft eine ähnliche Leistung zum Saisonbeginn auch im Spiel ab, führt sportlich kaum ein Weg an Younes vorbei. Die Gespräche im Hintergrund laufen aktuell, der Status Quo dabei ist unverändert. Ein Verbleib ist nach fussball.news-Informationen weiterhin möglich. Auf dem Platz lässt Younes dahingehend auch keine Zweifel offen. 

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Benjamin Heinrich  
06.08.2021