Schiedsrichter muss nach dieser Saison in Rente

Spieler setzen sich für Gräfe ein: "Er muss weitermachen!"

Manuel Gräfe genießt eine hohe Wertschätzung bei Spielern und Funktionären. Foto: Imago.
Manuel Gräfe genießt eine hohe Wertschätzung bei Spielern und Funktionären. Foto: Imago.

Nach dem Remis zwischen dem SC Freiburg und 1899 Hoffenheim (1:1) wurde in erster Linie nicht über die Partie gesprochen, sondern über Schiedsrichter Manuel Gräfe. Der Unparteiische muss die Pfeife nach dieser Saison abgeben. Einzelne Protagonisten beider Mannschaften machten sich nach dem Einsatz des 47-Jährigen im Schwarzwaldstadion aber für eine Fortsetzung seiner Karriere stark.

Anders als für Spieler gibt es für Schiedsrichter eine Altersgrenze. Der Deutsche Fußball-Bund hat diese auf 47 Jahre festgelegt, weshalb unter anderem Manuel Gräfe seine Karriere nach dieser Saison beenden muss. An dieser Regelung will der Verband festhalten, allerdings hoffen die Bundesligisten, dass Gräfe auch in Zukunft im Profifußball pfeifen darf: "Eins will ich mal sagen: Der Herr Gräfe ist einer der besten Schiedsrichter in Deutschland, wenn nicht sogar der beste. Da muss man mal drüber nachdenken, ob so jemand nicht ein bisschen länger Schiedsrichter sein darf", sagte Christian Günter bei Sky nach dem Heimspiel des SC Freiburg gegen 1899 Hoffenheim, das Gräfe leitete.

Günter will für Gräfe "eine Lanze brechen"

"Er ist fit, hat eine überragende Leitung auf dem Platz. Ich würde eine Lanze brechen und möchte einmal sagen: Bitte lasst ihn weitermachen", so Günter weiter. Unterstützung erhielt er unter anderem von Christian Streich: "Natürlich würden wir es als Trainer und Spieler gut finden, wenn die guten oder sehr guten Schiedsrichter, die viel Erfahrung haben, so lange pfeifen können, wie es körperlich geht", so der Cheftrainer der Freiburger. Auch Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann hat eine klare Meinung: "Er darf nicht aufhören. Er muss weitermachen. Es ist völlig egal, wie alt er ist. Wenn er gute Entscheidungen trifft und noch gut über den Platz kommt, ist alles gut." Dass sich der DFB umstimmen lässt, wirkt allerdings zweifelhaft.

Florian Bajus  
24.04.2021