La Liga unter Druck

Spaniens Verband kritisiert CVC-Deal: "Macht vernünftige Entwicklung des Profifußballs unmöglich"

Liga-Präsident Javier Tebas gerät wegen des CVC-Deals in die Kritik. Foto: Imago.
Liga-Präsident Javier Tebas gerät wegen des CVC-Deals in die Kritik. Foto: Imago.

Der spanische Fußballverband RFEF hat den geplanten Deal zwischen der La Liga und dem Unternehmen CVC aufs Schärfste verurteilt. Der Verband fürchtet eine wachsende Ungleichheit innerhalb des spanischen Fußballs. Zuvor hatte bereits Real Madrid rechtliche Schritte angekündigt.

Javier Tebas, Präsident der La Liga, hofft auf einen Geldregen für die höchste spanische Spielklasse. Ein Deal mit dem Unternehmen CVC soll über zwei Milliarden Euro in die Kassen spülen, im Gegenzug erhält CVC zehn Prozent der Anteile. Nachdem Real Madrid am Dienstag angekündigt hat, juristische Schritte gegen das Geschäft zwischen der La Liga und CVC einleiten zu wollen (fussball.news berichtete), verurteilte der spanische Fußballverband RFEF die Vereinbarung aufs Schärfste.

RFEF: Rechte der Klubs werden "für einen unbedeutenden Geldbetrag stark belastet"

In einer offiziellen Mitteilung lässt der Verband verlauten: "Was die Vereinbarungen zwischen der LFP und CVC über die audiovisuellen Rechte von Vereinen betrifft, so muss der RFEF seine Ablehnung zum Ausdruck bringen." Einerseits würden rechtliche Aspekte die Tragwürdigkeit des CVC-Deals infrage stellen, andererseits würden die Rechte der Vereine "für die nächsten fünfzig Jahre für einen unbedeutenden Geldbetrag stark belastet".

"Wenn es Vereine gibt, die sich freiwillig verschulden wollen, können sie dies problemlos tun"

Zudem werde "die Ungleichheit verschärft und eine vernünftige Entwicklung des Profifußballs in Spanien endgültig unmöglich gemacht, so dass der Wettbewerb ohne die Möglichkeit einer Entwicklung erstarrt", wie der spanische Verband fürchtet. "Wenn es Vereine gibt, die sich mit ihren unveräußerlichen und für Dritte unverfügbaren Rechten freiwillig verschulden wollen, können sie dies problemlos tun - unabhängig davon, ob die Bedingungen als marktüblich oder als Wucher angesehen werden. Aber nicht durch eine rechtswidrige Vereinbarung, die alle bindet, indem sie der LFP fälschlicherweise Rechte zuschreibt, die sie nicht besitzt", heißt es weiter in der Stellungnahme. 

Florian Bajus  
11.08.2021