Eintracht strauchelt

Späte Wechsel? Hütter: "Keinen Grund gehabt, früher zu wechseln"

Frankfurts Coach Adi Hütter bei der Auswärtspartie in Leverkusen. Foto: Imago

Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte bei Bayer Leverkusen hätte Eintracht-Coach Adi Hütter in der Pause personell reagieren können. Im Anschluss an die 1:2-Niederlage erklärte der Österreicher, warum er aber erstmals in der 77. Minute wechselte. 

Erst spät, aber dann so richtig: Eintracht Frankfurt zog in der Auswärtspartie bei Bayer Leverkusen erst in der 77. Minute die erste Wechseloption und dann gleich dreifach. Luka Jovic, Timothy Chandler und Amin Younes kamen beim Stand von 0:1 für Makoto Hasebe, Erik Durm und Aymen Barkok. Knapp fünf Minuten später brachte Eintracht-Trainer Adi Hütter auch noch Steven Zuber und Tuta für Daichi Kamada und Stefan Ilsanker. Da stand es dann schon 2:0 für die Werkself. Hätte der Österreicher früher reagieren müssen? Auf Nachfrage von fussball.news sagte er: "Das mit den späten Wechseln sehe ich anders. Ich habe keinen Grund gehabt früher zu wechseln."

"Bis zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht relevant"

Der 51-Jährige erklärte in der Folge auch warum: "Weil ich das Gefühl hatte, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit absolut ausgeglichen gestalten." Vor dem Leverkusener Führungstreffer in der 70. Minute bot sich tatsächlich nach einer schwachen ersten Hälfte der Hessen eine offene Partie, die Hoffnung war bei Hütter wohl groß, dass Eintracht Frankfurt daraus auch Kapital schlagen kann. "Das Tor gibt dann natürlich auch den Anlass zu reagieren. Ich war schon am Überlegen, wen wir bald tauschen. Aber bis zu dem Zeitpunkt war es überhaupt nicht relevant. Deswegen habe ich mich später entschieden", so Hütter weiter. Nach dem Dreifachwechsel folgte dann der zweite Gegentreffer: "Da haben wir dann alles riskiert, leider ist das nicht gut gegangen." Am Ende verlor die Eintracht mit 1:3, ein deutlicher Rückschlag im Kampf um die Champions League.

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Benjamin Heinrich  
25.04.2021