Neuer Angriff

Sow: Verpasste Königsklasse "wie ein ausgefallenes Abendessen"

Der Ärger über die verpasste Königsklasse war bei Frankfurts Djibril Sow groß. Foto: Imago

Der Traum von der Champions League ist bei Eintracht Frankfurt im Endspurt der vergangenen Saison schmerzhaft geplatzt. Ein Trauma allerdings soll das nicht hinterlassen. Djibril Sow will mit seiner Mannschaft in dieser Saison wieder die Königsklasse ins Visier nehmen.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Mit den Young Boys Bern hat Djibril Sow in der Saison 2018/19 vor seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt sechs Spiele in der Gruppenphase der Champions League absolviert. Gerne hätte er in dieser Saison weitere Auftritte in der Königsklasse folgen lassen. Doch im Saisonfinale ging den Hessen die Puste aus, die Abgänge von Trainer Adi Hütter und Sportboss Fredi Bobic samt Nebengeräuschen taten ihr Übriges. "Das hat natürlich noch ein bisschen an mir genagt", sagte der Schweizer nun auf Nachfrage von fussball.news mit Blick auf die verpasste Chance und ergänzte: "Das war eine große Enttäuschung. Das ist so, wie wenn man sich auf das Abendessen freut und dann fällt es aus. So ein Gefühl war das." 

Sow will wieder in die Champions League 

Doch für den 23-Jährigen, der mit der Schweiz an der EURO teilnahm, selbst aber nur zu zwei Kurzeinsätzen kam, soll es aber nicht bei der Enttäuschung bleiben. Mit etwas Abstand und der Rückkehr zur Eintracht sei diese in die Motivation, "diese Saison etwas Großartiges zu schaffen" übergesprungen. Sow bläst wieder zum Angriff auf die Champions League: "Jetzt, wo man so nah dran war, will man das halt nächstes Jahr packen. Wenn man hinfällt, steht man wieder auf und probiert es erneut." Der Abstand auf Platz vier betrug am Ende nur einen Punkt: "Da kann uns niemand sagen, dass wir weit weg sind von da oben. Das ist jetzt ein Prozess, den wir durchmachen. Wir werden sehen, wo der Weg hingeht." 

"Können in den nächsten Jahren etwas aufbauen"

Der Nationalspieler geht in jedem Fall mit einem sehr positiven Gefühl in die kommende Saison. Gerade die Rückkehr der Zuschauer gibt der Mannschaft wieder Auftrieb: "Wenn man sieht, dass die Fans auch wieder zurück sind, das ist etwas Spezielles. Ich glaube, dass wir in den nächsten Jahren hier wirklich etwas aufbauen können." In der Schweiz hat Sow mit den Young Boys Bern auch einen Titel gewonnen, Kumpel Danny da Costa dürfte ihm auch erzählt haben, wie der Pokalsieg 2018 bei der Eintracht ablief. "Ein Titel", sagte Sow mit Blick auf weitere Ziele für die kommende Saison, "da wäre in Frankfurt die Hölle los!" Bei einem Einzug in die Champions League ganz sicher auch. 

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Benjamin Heinrich  
04.08.2021