Mittelfeldspieler

Sow: So haben die Unruhen zuletzt das Eintracht-Team beeinflusst

Djibril Sow (l.) mit Daichi Kamada (m.) und Jens Petter Hauge. Foto: Imago

In der vergangenen Transferphase ging es bei Eintracht Frankfurt heiß her. Die beiden wechselwilligen Filip Kostic und Amin Younes sorgten mit ihren Possen wochenlang für Gesprächsstoff. Auch an der Mannschaft ging das nicht spurlos vorüber, wie Djibril Sow nun zugab.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich 

Beide wollten weg, beide sind aber immer noch bei Eintracht Frankfurt: Filip Kostic und Amin Younes. Während der serbische Linksaußen Kostic am Wochenende in der Bundesliga gegen seinen Ex-Klub VfB Stuttgart bereits eingewechselt wurde und prompt traf, hat der dribbelstarke Younes keine Zukunft mehr bei den Hessen. Das Wechseltheater beider Spieler allerdings sorgte nicht nur im Umfeld der Eintracht zuletzt für Unruhe, auch die Mannschaft wurde davon beeinflusst. "Vor allem für die neuen Spieler ist das nicht ideal, wenn sie kommen, keine Ruhe herrscht und sie sich nicht auf ihr Spiel konzentrieren können. Das war einfach ein Problem", erklärte nun Mittelfeldspieler Djibril Sow vor dem Europa League-Heimspiel gegen Fenerbahce Istanbul auf Nachfrage von fussball.news ehrlich und offen. 

"Alle wieder ins gleiche Boot kommen"

Der schweizer Nationalspieler ist schon seit 2019 am Main, kennt hektische Transferphasen bereits. "Wir Spieler, die schon länger dabei sind, wissen schon, dass es in Frankfurt auch mal etwas unruhiger werden kann", erklärte der 24-Jährige und ergänzte: "Deswegen war es für uns auch nicht so ein großes Thema. Für die neuen, jungen Spieler, die das noch nicht so kennen, war es aber vielleicht ein größeres Problem." Eine allgemeine Unruhe in der Mannschaft habe Sow zwar nicht entdeckt, trotzdem haben die komplizierten Situationen zuletzt den Fokus verschoben. Der Rechtsfuß forderte deshalb: "Jetzt liegt es an den Spielern, die schon länger da sind, die anderen zu führen und dafür zu sorgen, dass wir wieder alle ins gleiche Boot kommen und erfolgreich spielen." Das Eingeständnis, dass die Unruhen nicht spurlos an dem Team vorbeigegangen sind, dürfte ein wichtiger Anfang dabei sein. Ein Sieg gegen Fenerbahce Istanbul am Donnerstag (21 Uhr) in der Europa League wäre wohl der nächste. 

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Benjamin Heinrich  
14.09.2021