Neun-Millionen-Transfer

Sow selbstkritisch: "Es war kein gutes Jahr für mich"

Sow ist in Frankfurt noch nicht richtig gelandet. Foto: Ronald Wittek/Pool via Getty Images
Sow ist in Frankfurt noch nicht richtig gelandet. Foto: Ronald Wittek/Pool via Getty Images

Mit der Verpflichtung von Djibril Sow wollte Eintracht Frankfurt einmal mehr einen Treffer landen. Die Vorzeichen standen gut, immerhin kannte Adi Hütter den Nationalspieler aus gemeinsamen Tagen beim BSC Young Boys. Doch der Schweizer bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück.

"Bisher konnte ich mich hier leider nicht so entfalten wie ich mir das gewünscht habe, es war kein gutes Jahr für mich", sagt der Mittelfeldmann selbst gegenüber der Bild-Zeitung. Neun Millionen Euro investierte die Eintracht in den Transfer, die Gegenleistung fällt ausbaufähig aus. Zum Auftakt in die neue Saison am Samstag saß Sow gegen Arminia Bielefeld 90 Minuten auf der Bank. Der Zürcher glaubt, dass seine Anlaufschwierigkeiten vor allem Kopfsache seien.

"Dann kamen die schweren Momente"

"Am Anfang war ich noch voller Vorfreude, dann kamen die schweren Momente, als wir auch mit der Mannschaft viele Spiele nicht gewonnen haben", so Sow. In seiner Karriere sei es bis dahin immer nur bergauf gegangen, die neuen Erfahrungen muss er noch verarbeiten. Die fußballerische Qualität, die die Eintracht zum Kauf bewegte, ist schließlich immer noch vorhanden. Die muss Sow aber angesichts eines großen Konkurrenzkampfs bei den Hessen möglichst bald abrufen.

"Wieder ich selbst" auf dem Platz

Großer Druck wäre da wohl kontraproduktiv. "Zu sagen: Ich möchte 30 Spiele und zehn Tore machen, das mache ich nicht. Ich möchte einfach zeigen, dass ich ein sehr guter Fußballer bin, und dass ich der Eintracht weiterhelfen kann", sagt Sow. Für ihn gehe es darum, auf dem Platz "wieder ich selbst" zu sein. Möglichst schon am Freitagabend bei Hertha BSC, wenngleich es wohl zunächst wieder auf die Bank geht für den 23-Jährigen.

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Lars Pollmann  
24.09.2020