Gladbachs Matchwinner

Sommers Monster-Reflex: "Das zuckt manchmal auch in der Nacht so"

Yann Sommer war der Gladbacher Matchwinner gegen Mainz. Foto: Getty Images.
Yann Sommer war der Gladbacher Matchwinner gegen Mainz. Foto: Getty Images.

Nach dem Unentschieden gegen Mainz 05 (1:1) durften sich die Feldspieler von Borussia Mönchengladbach bei Yann Sommer bedanken. Der Torhüter wusste erneut zu überzeugen und sorgte mit einer Parade in der 48. Minute für ein echtes Highlight. Erklären konnte Sommer seinen Reflex aber nicht.

Zur Halbzeitpause lag Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05 mit 1:0 in Führung, doch bereits wenige Minuten nach dem Seitenwechsel hatten die Rheinhessen eine Großchance zum Ausgleich. Nachdem Leandro Barreiro in der 48. Minute den Pfosten traf, sprang der Ball in den Lauf von Jonathan Burkardt, der aus wenigen Metern an Yann Sommer scheiterte. Der Fohlen-Keeper riss reflexartig den Arm hoch und verhinderte den Einschlag.

Sommer: "Zum Glück hat er meine Hand getroffen"

Zwar avancierte Sommer auch wegen weiterer Paraden zum Matchwinner, sein Highlight blieb allerdings die Parade kurz nach Wiederbeginn. Am DAZN-Mikrofon auf seinen schnellen Reflex angesprochen, entgegnete der Schweizer mit einem Augenzwinkern: "Das gibt es manchmal, das zuckt manchmal auch in der Nacht so beim Schlaf." Am Ende sei das Torwartspiel auch Glückssache, betonte Sommer: "Der Ball ging an den Pfosten, ich sehe, dass er an mir vorbeigeht, dann sehe ich Burkardt und probiere irgendetwas zu machen. Zum Glück hat er meine Hand getroffen."

Sommer mahnt: "Wir müssen daran arbeiten"

Zugleich äußerte der 33-Jährige seine Unzufriedenheit über die Leistung in den zweiten 45 Minuten: "Wir verlieren komplett unsere Kompaktheit, machen die nötigen Wege nicht mehr richtig, lassen uns zu einfach ausspielen. Wir müssen daran arbeiten", sagte Sommer und ergänzte: "Das begleitet uns schon relativ lange, dass wir eine gute erste Halbzeit spielen, viel Kontrolle haben, uns gute Möglichkeiten rausspielen - dann riskiert der Gegner mehr, macht Druck, läuft höher an. Damit hatten wir Probleme. Zum Glück haben wir das Spiel heute nicht verloren." Doch klar ist auch, seine Mannschaftskollegen können sich nicht immer auf ihn verlassen. 

Florian Bajus  
03.04.2022