Bayerischer Ministerpräsident

Söder "als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga"

Söder ist großer Fußballfan. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Söder ist großer Fußballfan. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Die 36 Bundesligisten sollen am Dienstag in einer virtuellen DFL-Versammlung einen Plan beschließen, wie in der neuen Saison teilweise Zuschauer in die Stadien zurückkehren könnten. Abhängig sind sie dabei nicht zuletzt von der Politik. Markus Söder dämpft nun die Hoffnungen des deutschen Profifußballs.

"Ich bezweifle, dass wir im August weitere Lockerungen beschließen können. Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga", so der Ministerpräsident des Freistaats Bayern gegenüber Bild am Sonntag. Aus seiner Sicht sind momentan auch zum Beginn der neuen Saison nur Geisterspiele vorstellbar. Die steigenden Infektionszahlen an vielen Orten im Land unterfüttern diese Ansicht. Das Robert Koch-Institut veröffentlichte diesbezüglich zu Wochenbeginn besorgniserregende Statistiken. Die vielzitierte zweite Welle könnte das Land treffen, der Fußball würde wieder in den Hintergrund treten.

"Das wäre das falsche Signal"

Die Bundesligisten hatten zuletzt teilweise öffentlich diskutiert, mit wie vielen Tausend Zuschauern in den Arenen zu rechnen sei. Der Vorbehalt der politischen und behördlichen Zustimmung fiel dabei bisweilen unter den Tisch. 25 000 Fans bei einem Bundesliga-Spiel kann sich Söder jedoch keineswegs vorstellen. "Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln." Schließlich würde es mitunter "Unmengen von Testkapazitäten" vereinnahmen. "Es ist absolute Wachsamkeit gefragt und deshalb ist jetzt nicht die Zeit für neue Lockerungen oder naive Unvorsichtigkeit", so Söder mit einer eindringlichen Mahnung.

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Lars Pollmann  
02.08.2020