Französischer Angreifer

Millionenverlust? So lief Eintrachts Haller-Deal mit West Ham

Sebastien Haller spielt mittlerweile nicht mehr für West Ham United. Foto: Imago

Sebastien Haller hat Eintracht Frankfurt bereits im Sommer 2019 verlassen. Der Transfer in die Premiere League zu West Ham United ist aber immer noch Gesprächsthema, obwohl der Franzose mittlerweile für Ajax Amsterdam spielt.

Nach der Saison 2018/19 verlor Eintracht Frankfurt gleich drei Angreifer. Ante Rebic zog es zum AC Mailand, Luka Jovic zu Real Madrid und Sebastien Haller wechselte zu West Ham United und erfüllte sich den Traum von der Premier League. Der englische Klub ließ sich den bulligen Angreifer 50 Millionen Euro kosten. Haller wurde auf der Insel allerdings nicht glücklich und West Ham hatte in der Folge Probleme die vereinbarten Raten der Ablösesumme zu zahlen. Im vergangenen Winter wechselte der 26-Jährige für 22,5 Millionen Euro zu Ajax Amsterdam.

Einigung mit West Ham

Zuvor hatten sich die Eintracht und West Ham auf ein Finanzierungsmodell geeinigt, wie ein Großteil der ursprünglichen Ablösesumme doch noch den Weg nach Frankfurt findet. "West Ham war mit Zahlungen rückständig. Wir haben dann gemeinsam mit dem Klub eine Finanzierung aufgesetzt, die es ihnen ermöglicht hat, die Summe zu bezahlen", erklärte Eintrachts Finanzvorstand Oliver Frankenbach. Der hessische Traditionsverein verkaufte in der Folge wohl die Transferforderungen an eine dritte Partei und sicherte sich so den Großteil der ausstehenden Forderungen. Diese betrugen laut einem Bericht des Kickers in jedem Sommer noch über 20 Millionen Euro.

Frankenbach spricht von "lukrativer Summe"

Dabei ging es laut Frankenbach nicht nur um eine letzte Rate im Sommer 2020, wo die Einigung stattfand, sondern auch um weitere Zahlungen über die Saison hinaus. Der 53-Jährige konstatierte: "Am Ende haben wir eine Summe bekommen und somit war die Sache für beide Seiten beendet. Die Summe war so lukrativ, dass wir der Vereinbarung zugestimmt haben. Wir wussten nicht, wie sich die Pandemie entwickelt. Daher haben wir uns entschlossen den Verkauf vorzuziehen." Die Abtretung der Forderungen allerdings wird die Eintracht auch eine gewisse Summe gekostet haben, wie viel genau ließ Frankenbach offen. In Anbetracht des Gesamtvolumens des Transfers und den offenen Forderungen dürfte diese aber durchaus beachtlich gewesen sein.

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Benjamin Heinrich  
02.05.2021