Zweite HSV-Pleite am Stück

"So ein Fehler kann passieren": Leibold nimmt Ulreich in Schutz

Ulreich patzte in Heidenheim folgenschwer. Foto: Imago
Ulreich patzte in Heidenheim folgenschwer. Foto: Imago

Der Hamburger SV hat durch seine zweite Niederlage am Stück die Tabellenführung an die SpVgg Greuther Fürth abgegeben. Am Montagabend verdrängte auch noch der VfL Bochum die Hanseaten auf den Relegationsplatz. Tim Leibold nimmt Sven Ulreich dennoch in Schutz.

Der Torhüter hatte die Niederlage beim 1.FC Heidenheim mit einem Ballverlust im Spielaufbau vor dem Siegtreffer der Hausherren in letzter Minute auf seine Kappe nehmen müssen. In Hamburger Medien sorgt der Patzer des eigentlich als Erfolgsgaranten auserkorenen Neuzugangs vom FC Bayern für hohe Wellen. "So ein Fehler kann passieren", zitiert das Hamburger Abendblatt aber Leibold. Der Kapitän möchte nicht einen Spieler für den neuerlichen Schlag in die Magengrube verantwortlich machen.

"Müssen wir uns als Mannschaft ankreiden lassen"

"Dass wir nach den guten ersten 45 Minuten in der zweiten Halbzeit nichts mehr aufs Parkett bekommen haben, das müssen wir uns als Mannschaft ankreiden lassen", so der Linksverteidiger. Nach Unentschieden gegen den FC St. Pauli und Holstein Kiel hatte der HSV schon gegen Bochum nicht überzeugt. In Heidenheim aber taten sich endgültig alte Wunden auf, die bei Fans und Verantwortlichen die Alarmglocken schrillen lassen müssen.

"Problem sind die vielen Gegentore"

"Unser Problem in den letzten vier sieglosen Spielen sind die vielen Gegentore. Da müssen wir ansetzen, wenn wir im Aufstiegsrennen vorne dabei bleiben wollen", fordert Leibold. Nach fünf Spieltagen hatte der HSV sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, sogar neun auf Fürth. Seinerzeit mussten die Protagonisten davor warnen, die Saison als Durchmarsch zu erwarten.

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Lars Pollmann  
01.12.2020