1:2 gegen Union

Smarsch: "Es ist ein beschissenes Gefühl, gegen Union zu verlieren"

Dennis Smarsch (r.) war nach dem Aus im Pokal enttäuscht. Foto: Getty Images.
Dennis Smarsch (r.) war nach dem Aus im Pokal enttäuscht. Foto: Getty Images.

Der FC St. Pauli ist im Pokal-Viertelfinale ausgeschieden. Gegen Union Berlin mussten sich die Hamburger mit 1:2 geschlagen geben. Bei Torhüter Dennis Smarsch war die Enttäuschung deutlich zu spüren.

Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit hatte der FC St. Pauli noch alle Chancen, Union Berlin zu besiegen und ins Halbfinale des DFB-Pokals einzuziehen. In der 75. Minute sorgte Andreas Voglsammer jedoch für die Entscheidung, der eingewechselte Angreifer traf zum 2:1 für die Köpenicker, die erstmals seit 2001 wieder in der Runde der letzten Vier stehen.

Smarsch: Union hat Paulis Fehler "gnadenlos ausgenutzt"

Bei Dennis Smarsch, der im Pokal für St. Pauli zwischen den Pfosten steht, war die Enttäuschung besonders groß: "Es ist immer scheiße, in so einem Spiel zu verlieren. Wir können uns kein schlechtes Spiel vorwerfen, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Am Ende hat Union die Fehler, die wir gemacht haben, gnadenlos ausgenutzt", resümierte der 23-Jährige bei Sky und betonte: "Wir haben verloren, das muss man verdauen. Es ist ein beschissenes Gefühl, gegen Union zu verlieren."

Fehler beim Ausgleich? "Das ist der Torwartberuf"

Beim Ausgleichstor in der 45. Minute rutschte Smarsch unglücklich weg, weshalb er zwar den Schuss von Taiwo Awoniyi parieren konnte, gegen Sheraldo Becker aber chancenlos blieb. "Ich bin zwar ausgerutscht, aber im Schussmoment war ich da, darauf kommt es an. Ich habe den Ball mit dem linken Hacken halten können, er geht unglücklich zum Gegner. Das ist der Torwartberuf, manchmal ist es das Glück des Tüchtigen, manchmal nicht. Als Fehler würde ich es nicht sehen", blickte der Keeper auf diese Szene zurück. Derweil machte er auch das Verletzungspech nicht für das Ausscheiden verantwortlich: "Es ist immer bitter, wenn ein paar Spieler verletzt sind, auch Führungsspieler. Aber im Endeffekt geht es nicht darum, darauf rumzureiten. Wir waren trotzdem bei 100 Prozent. Keiner ist eine Notlösung, jeder hat seine Berechtigung, hier zu spielen. Dafür haben wir es wirklich gut gemacht." Dennoch ist im Viertelfinale Schluss.

Florian Bajus  
01.03.2022