Schalke auf den Spuren von Tasmania

Skrzybski: "Wir müssen die Serie ausblenden"

Skrzybski holte mit S04 zuletzt im Pokal ein seltenes Erfolgserlebnis. Foto: Lukas Schulze/Getty Images
Skrzybski holte mit S04 zuletzt im Pokal ein seltenes Erfolgserlebnis. Foto: Lukas Schulze/Getty Images

Wann immer eine Bundesliga-Mannschaft in einer Kategorie nur noch von Tasmania Berlin übertroffen wird, ist klar, dass es um sie aktuell nicht gut bestellt sein kann. Der FC Schalke 04 'jagt' den Rekord an Spielen ohne Sieg in Folge, den die legendäre Truppe aus der Hauptstadt 1965/66 aufstellte. Steven Skrzybski erklärt, wie es bald in die Erfolgsspur zurück gehen soll.

"Natürlich wissen wir um diese Serie. Aber wir müssen sie ausblenden, wenn wir auf den Fußballplatz gehen", so der Angreifer gegenüber der WAZ. "Die Gier auf den Sieg muss bei uns größer sein als die Angst vor einer Niederlage, und das ist der Fall." Wenn sich Skrzybski hier anhört wie in der Werbung, liegt es daran, dass er ein Zitat von Jürgen Klopp, womöglich unbewusst, umdichtet. "Ich glaube nicht daran, dass die Angst vorm Verlieren dich eher zum Sieger macht als die Lust auf Gewinnen", hatte die Trainer-Ikone einst in einem Werbespot einer Bausparkasse gesagt.

"Das charakterisiert uns als Schalke 04"

Für Schalke jedenfalls will Skrzybski es so verstehen, dass die Mannschaft trotz der anhaltenden Misere weiter mutig sein soll. Leidenschaft sei das mindeste, was ein jeder Spieler für die Königsblauen aufbringen muss. "Wenn es gegen Schalke geht, dann muss man wissen: Das wird unbequem, da gibt es auch mal blaue Flecken", formuliert der 27-Jährige. "Das charakterisiert uns als Schalke 04: nie aufzugeben, alles in die Waagschale zu werfen."

"Sehe keine hängenden Köpfe"

Momentan sei die Mannschaft dazu in der Lage, als Gruppe bleibt sie bisher intakt. "Es ist nicht so, dass bei uns jeder lachend und jubelnd zum Training kommt, das wäre auch nicht angemessen ob der momentanen Situation. Aber ich sehe hier auch keine hängenden Köpfe", berichtet Skrzybski. Alle im Team haben demnach verstanden, wie die Zeichen der Zeit stehen. Immerhin blieb Schalke zuletzt so dreimal ungeschlagen. Diese Baby-Steps sollen nach der Länderspielpause den ersehnten Dreier einbringen. Dann ist auch das Thema Tasmania Berlin Geschichte.

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Lars Pollmann  
12.11.2020