Viele Gerüchte im Sommer

Skhiri: "Ich war mit dem Kopf ­immer im Hier und Jetzt"

Skhiri schnürte Freitag einen Doppelpack. Foto: Getty Images
Skhiri schnürte Freitag einen Doppelpack. Foto: Getty Images

Der Höhenflug des 1.FC Köln lässt sich an drei Köpfen besonders ausmachen: Cheftrainer Steffen Baumgart, Torjäger Anthony Modeste und Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri. Beim Tunesier schien im Sommer lange Zeit ein Wechsel vorprogrammiert. Der 26-Jährige blieb dem FC aber erhalten und spielt auf herausragendem Niveau.

Beim 3:1-Sieg über die SpVgg Greuther Fürth am Freitagabend steuerte er einen Doppelpack bei, schraubte sein Tor-Konto in acht Einsätzen schon auf vier Treffer hoch. Davon, dass sich Skhiri hängen lassen würde, nachdem ein Wechsel platzte, kann keine Rede sein. Damit löst er auch gewissermaßen ein Versprechen ein, dass der Mittelfeldmann Baumgart machte. "Ich habe direkt nach meinem Urlaub mit ihm gesprochen, als ich ins Training eingestiegen bin. Da hat er mich gefragt, ob ich mit meinem Kopf noch hier sei oder in Gedanken schon woanders", erinnert Skhiri gegenüber Vereinsmedien.

"Auf meine Leistung und das Team fokussiert"

"Ich habe ihm gesagt, dass ich zu jeder Zeit auf meine Leistung und das Team fokussiert bin. Ab diesem ­Moment war das Thema erledigt und wir haben nur über Fußball gesprochen. Ich war mit dem Kopf ­immer im Hier und Jetzt." Dies bestätigt Skhiri wöchentlich mit seinen Leistungen für die Domstädter. Im Sommer hatte es zahlreiche Gerüchte gegeben, die ihn mit anderen Klubs in Verbindung brachten. Bei manchen davon hätte der Nationalspieler sich finanziell und sportlich auf dem Papier deutlich verbessert. Bei einigen Profis hat dies in der Vergangenheit für einen zumindest zeitweisen Knick gesorgt. Nicht aber bei Skhiri.

"Solange ich beim FC bin, gebe ich mein Bestes"

"Für mich war die Sachlage immer klar: Solange ich beim FC bin, gebe ich mein Bestes für das Team, den Erfolg und bin professionell", erklärt er sein Rezept. Mit den Angeboten, die Skhiri nicht verhehlen will, beschäftigten sich sein Berater-Team und die Verantwortlichen des 1.FC Köln. "Ich hätte mich erst dann damit befasst, wenn es konkreter ­geworden wäre", betont der Dauerläufer. So blieb sein Kopf frei, um sich auf die sportliche Leistungsfähigkeit konzentrieren zu können.

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Lars Pollmann  
03.10.2021