Ex-Juwel von Borussia Mönchengladbach verspürt keine Reue

Bayern-Wechsel ein Fehler? Sinan Kurt: "Ich würde alles wieder so machen"

Obwohl Sinan Kurt beim FC Bayern außen vor blieb, bereut er seinen Wechsel nicht. Foto: Imago.
Obwohl Sinan Kurt beim FC Bayern außen vor blieb, bereut er seinen Wechsel nicht. Foto: Imago.

Der Wechsel von Sinan Kurt zum FC Bayern löste ein großes Medienecho aus. Das einstige Talent von Borussia Mönchengladbach konnte sich in München nicht behaupten. Reue verspürt der 24-Jährige, der mittlerweile in der Slowakei spielt, aber nicht.

Dass Sinan Kurt im Sommer 2014 für drei Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern wechselte, sorgte bei den Fohlen für Ärger und Unverständnis. Kurt hingegen, der am Niederrhein als großes Talent galt, witterte die vielleicht einmalige Chance, sich beim deutschen Rekordmeister, der zum damaligen Zeitpunkt von Pep Guardiola trainiert wurde, durchzusetzen. "Wenn eine Anfrage von den Bayern kommt, muss man es versuchen", sagte er im Interview mit der Rheinischen Post und ergänzte: "Wenn die Bayern einen Spieler holen, dann tun sie das nicht ohne Grund."

Kurt: "Was passiert ist, ist passiert"

Für den Durchbruch reichte es aber nicht. Nur einmal durfte Kurt für die Profis auflaufen, am 25. April 2015 absolvierte er 45 Minuten gegen Hertha BSC. Überwiegend kam er in der U19-Mannschaft sowie bei den Amateuren zum Einsatz, ehe er im Januar 2016 zur Hertha wechselte. "Was passiert ist, ist passiert, es ist nicht mehr zu ändern", sagte Kurt, der betonte, dass er die Entscheidung für den FC Bayern nicht bereut: "Ich würde alles wieder so machen."

"Habe wieder das Gefühl, Fußball-Profi zu sein"

Geführt hat ihn sein Weg in die Slowakei, seit Januar spielt er für den FC Nitra. "Es ist ein neuer Schritt in meiner Karriere, der auch so geplant war", sagte Kurt. Dem 24-Jährigen ist vorerst eines wichtig: "Ich will möglichst viel spielen und werde dann sehen, was kommt. Ich habe wieder das Gefühl, Fußball-Profi zu sein."

Florian Bajus  
04.05.2021