Torjäger wechselt zum FC Schalke

Simon Terodde: Der ewige Zweitliga-Knipser

Simon Terodde wechselt vom Hamburger SV zum FC Schalke. Foto: Imago.
Simon Terodde wechselt vom Hamburger SV zum FC Schalke. Foto: Imago.

Simon Terodde wird auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga auf Torejagd gehen. Der 33-Jährige wechselt vom Hamburger SV zum FC Schalke 04. Die Verantwortlichen dürften darauf hoffen, eine elementare Lücke geschlossen zu haben - denn längst ist bekannt, wofür Terodde steht.

Der Angriff ist nur eine der Problemzonen im Kader des FC Schalke 04. Mit der Verpflichtung von Simon Terodde, der den Hamburger SV nach einem Jahr wieder verlassen wird, soll diese nun behoben werden. Erst 18 Tore hat die gesamte Schalker Mannschaft in der laufenden Bundesliga-Saison erzielt, Terodde allein steht hingegen bei 21 Treffern für den HSV. Insgesamt verfügt der 33-Jährige über die Erfahrung von 308 Partien in den beiden höchsten deutschen Spielklassen, 250 Mal kam er in der 2. Bundesliga zum Einsatz. Die Bilanz: 139 Tore und 39 Vorlagen. In den Jahren 2016, 2017 und 2019 wurde er jeweils Torschützenkönig und könnte es auch in dieser Saison werden, sollte er Serdar Dursun (SV Darmstadt, ebenfalls 21 Tore) hinter sich lassen.

Nach Stuttgart, Köln und dem HSV baut auch Schalke auf Terodde

Der 1,92 Meter große Angreifer, der trotz seines bevorzugten rechten Fußes auch mit links sowie per Kopf treffen kann, bringt somit eine Eigenschaft mit, die in den Augen von Ex-S04-Kapitän Benedikt Höwedes elementar ist (fussball.news berichtete): Er kennt die 2. Bundesliga. Nach dem MSV Duisburg, Union Berlin, dem VfL Bochum, VfB Stuttgart, 1. FC Köln und dem HSV ist der FC Schalke 04 der siebte Verein, für den Terodde im Unterhaus auflaufen wird. Dabei soll er nach Stuttgart, Köln und Hamburg nun auch Königsblau zur Bundesliga-Rückkehr verhelfen. Hoffnung macht dahingehend, dass er inklusive dieser Saison in den vergangenen vier Zweitliga-Spielzeiten jeweils mindestens 20 Mal getroffen hat, für Köln war er 2018/19 sogar 29 Mal zur Stelle. 

Geringes Transferrisiko

Auf Terodde zurückzugreifen, ist dahingehend fast schon ein bewährtes Mittel. Seine Qualitäten in Liga zwei sind unumstritten, fast schon automatisch wird er zu einer Art Hoffnungsträger, der die Chancen auf eine Platzierung in den oberen Tabellenregionen steigen lässt. Dass er zum Nulltarif zu Schalke wechseln wird, bedeutet angesichts der prekären finanziellen Situation zudem, dass das Risiko für die Klubverantwortlichen gering ist - auch, weil Terodde lediglich einen Vertrag bis Sommer 2022 inklusive der Option zur Verlängerung um ein Jahr erhält. Ab dem 01. Juli hat er die Chance, unter Beweis zu stellen, dass er seinen Torriecher auch auf Schalke einbringen kann.

Florian Bajus  
02.05.2021