Salihamidzic, Thuram & Co

Silvester oder Neujahr: Bei dieser Elf war es bei der Geburt mega knapp

Hasan Salihamidzic feierte als Spieler mit dem FC Bayern auch den Champions League-Titel. Foto: Imago

Ob Neujahrsbaby oder Silvesterkracher: Bei Geburten Ende Dezember ist es stets eine knappe Angelegenheit. So manchem Fußballer ereilte ebenfalls dieses Schicksal und fast wäre der eine oder andere in einem anderen Jahr geboren.

Der 1. Januar spielt im Fußball eine große Rolle. Nicht nur, dass dort das Transferfenster im Winter beginnt, auch für die Einteilung in Altersklassen der Jugend ist jenes Datum der Stichtag. So kann eine einzige Minute darüber entscheiden, ob ein Spieler in der A-Jugend oder der B-Jugend auflaufen darf. Einige große Fußballer erlebten genau das, weil sie entweder am 31. Dezember oder am 1. Januar geboren wurden und ein anderes Jahr jeweils knapp verpassten. fussball.news stellt eine Elf von aktuellen und ehemaligen Spielern vor, ein großer Trainer darf dabei natürlich auch nicht fehlen.

Tor: Matthias Hain (u.a. Arminia Bielefeld und FC St. Pauli)

156 Bundesligaspiele und 179 Spiele in der 2. Bundesliga kann Matthias Hain vorweisen. Der ehemalige Keeper, der am 31. Dezember seinen 48. Geburtstag feiert, lief in seiner Karriere für Eintracht Braunschweig, Greuther Fürth, Arminia Bielefeld und den FC St. Pauli auf und wäre fast 1973 geboren.

Innenverteidigung: Lilian Thuram (u.a. Juventus Turin und FC Barcelona), Djene (FC Getafe)

Während Innenverteidiger Djene vom FC Getafe noch 2020 seinen Geburtstag feiern darf, muss der ehemalige Weltmeister Lilian Thuram noch einen Tag warten, bis er am 1. Januar seinen 49. Geburtstag begehen kann. Der Vater von Gladbach-Stürmer Marcus Thuram spielte in seiner Karriere für die AS Monaco, den AC Parma, Juventus Turin und den FC Barcelona. Für die französische A-Nationalmannschaft bestritt er 142 Länderspiele. Djene hingegen lief erst 53-mal für Togo auf, ist mit nur 1,78 Meter einer der kleinsten Innenverteidiger im Weltfußball.

Außenverteidigung: Hasan Salihamidzic (u.a. Hamburger SV und Bayern München), Tobias Rau (u.a. Bayern München)

In 2020 hatte Hasan Salihamidzic als Sportdirektor des FC Bayern München so einiges zu feiern. Champions League, Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal, Supercup: Der deutsche Rekordmeister ließ nichts aus. Das neue Jahr kann "Brazzo" gleich fröhlich weiter feiern, gehört er schließlich zu den "Neujahrskindern" und feiert am 1. Januar seinen 44. Geburtstag. In der Jugend und als Profi spielte er für den Hamburger SV, später auch für Juventus Turin, den VfL Wolfsburg und die Bayern. Die letzten beiden Stationen konnte auch Tobias Rau für sich beanspruchen. Die große Karriere blieb dem Linksverteidiger allerdings verwehrt. Schon mit 27 beendete der siebenmalige Nationalspieler, der an Silvester seinen 39. Geburtstag feiert, seine Laufbahn, um Lehrer zu werden.

Mittelfeld: Andreas Pereira (Lazio Rom), Jack Wilshere (vereinslos), Mo Dahoud (Borussia Dortmund)

Im Mittelfeld hingegen tummeln sich drei Akteure, die ihre Laufbahn noch nicht beendet haben. Jack Wilshere allerdings befindet sich aktuell auf Vereinssuche. Der 28-Jährige, der am 1. Januar Geburtstag feiert, spielte zuletzt für West Ham United, stammt aus der Jugend des FC Arsenal und bestritt schon 34 A-Länderspiele für England. Wilshere könnte seinen Geburtstag gemeinsam mit Andreas Pereira feiern. Der steht schließlich bei Manchester United unter Vertrag, ist aktuell aber an Lazio Rom ausgeliehen. Der Brasilianer wird an Neujahr 25 Jahre alt. Vollendet wird die Mittelfeld-Party mit Mo Dahoud, der sich auch am ersten Tag des neuen Jahres feiern lassen kann. Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund stammt aus der Jugend von Borussia Mönchengladbach, bestritt schon 2 Länderspiele für Deutschland und wird 25.

Angriff: Paolo Guerrero (u.a. Bayern München und Hamburger SV), Mladen Petric (u.a. Borussia Dortmund und Hamburger SV), Davor Suker (u.a. Real Madrid)

Zwei Ex-Spieler und ein "Oldie" stehen im Sturm für die Tore en masse. Über allem steht dort Davor Suker. Der ehemalige Mittelstürmer wird am 1. Januar 53 Jahre alt, knipste unter anderem in 239 Spielen in der spanischen Primera Division 114-mal, spielte in seiner Karriere für Real Madrid, den FC Sevilla, den FC Arsenal und zum Abschluss auch noch für den TSV 1860 München in der Bundesliga. Sein kroatischer Landsmann Mladen Petric war auch ein bekanntes Gesicht in der Bundesliga, spielte dort für Borussia Dortmund und den Hamburger SV, darüber hinaus auch wie Suker für West Ham United. 2016 beendete das "Neujahrskind" seine Karriere und wird am Freitag 41 Jahre alt. Paolo Guerrero hingegen schnürt weiterhin die Fußballschuhe, mit 18 wechselte der Paraguayer nach Deutschland zum FC Bayern München, spielte dort vier Jahre, ehe es auch ihn zum HSV zog. An Neujahr wird er 37 und spielt aktuell noch für Internacional Porto Alegre in Brasilien und kann zudem 102 A-Länderspiele vorweisen.

Trainer: Sir Alex Ferguson

Die wohl größte Legende nimmt allerdings auf der Trainerbank Platz. Sir Alex Ferguson feiert noch in diesem Jahr seinen 79. Geburtstag. Der Schotte trainierte Manchester United 27 Jahre lang, gewann mit den Engländern zweimal die Champions League, wurde 13-mal Meister und prägte eine Ära. Ingesamt gewann er mit den "Red Devils" 38 Titel. Einen Tag später geboren, wäre er jetzt Jahrgang 1942. Einen Unterschied für seine beeindruckende Karriere hätte das wohl kaum gemacht.

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Benjamin Heinrich  
31.12.2020