Begehrter Eintracht-Stürmer

Silva-Verbleib aus Dankbarkeit? Hütter: "Hat sich mit Toren bedankt!"

Eintracht Frankfurt konnte schon einige Silva-Tore bejubeln. Foto: Imago

Verlässt Andre Silva im Sommer Eintracht Frankfurt, um den nächsten Schritt zu einem Topklub zu machen? Sein Coach Adi Hütter hätte in jedem Fall Verständnis dafür und hält nicht viel von einem Verbleib aus Dankbarkeit. 

Mit seinen 21 Toren in der Bundesliga hat Andre Silva bei Eintracht Frankfurt Begehrlichkeiten geweckt. Sportdirektor Bruno Hübner sagte am Dienstag auf Nachfrage von fussball.news zu einem Verbleib des 25-jährigen Angreifers: "Die Champions League wäre ein großes Argument. Sonst wird es schwer für Eintracht Frankfurt, so einen Spieler zu halten." Hübner sagte aber auch: "Wer Andre kennt, weiß, dass er ein relativ intelligenter Mensch ist. Er weiß schon auch, was er der Eintracht zu verdanken hat." fussball.news konfrontierte auch Frankfurts Trainer Adi Hütter am Donnerstag mit diesen Aussagen. Der Österreicher legte sich fest, dass Silva der Eintracht nichts mehr schuldet: "Was heißt denn Dankbarkeit? Andre Silva hat in den vielen Spielen, die er gemacht hat, dem Verein eine gewisse Dankbarkeit zurückgegeben, dafür, dass er geholt wurde. Er hat sich mit seinen Leistungen, mit Toren und Punkten schlussendlich bedankt." Silvas Bilanz 49 Bundesligaspiele, 33 Tore, zwölf Vorlagen. Die Zahlen sprechen für sich. Es gebe laut Hütter zwar immer noch eine gewisse Dankbarkeit, auch von Spielern, aber "jeder kennt den Fußball. Wenn Spitzenspieler die Möglichkeit haben zu einem Topverein zu gehen oder woanders hinzugehen, wo sie sagen, das ist der nächste Schritt: Dann ist das einfach so."

"Fakt ist: Er gehört mal uns"

Die Hoffnung auf einen Verbleib des Torjägers hat aber auch Hütter noch nicht aufgegeben, gerade die Königsklasse könnte auch aus seiner Sicht ein schwerwiegendes Argument sein: "Bei solchen Spitzenspielern ist sehr wohl immer das ausschlaggebend, wo man schlussendlich spielt. International ist für die Spieler, die im Nationalteam auch spielen, sehr, sehr wichtig. Champions League ist natürlich das absolute Nonplusultra. Dann sind die Chancen bei Andre sicherlich viel größer." Dass diverse Topklubs wie Manchester United, der FC Barcelona und Atletico Madrid den Nationalspieler auf der Liste haben sollen, beeindrucke ihn allerdings nicht: "Er ist Profi, lässt sich nicht in die Karten blicken, ist 100 Prozent fokussiert auf die Spiele, will viele Tore machen, um Verein und Mannschaft zu helfen." Mit dem 51-Jährigen hat der Angreifer über seine Zukunft ohnehin noch nicht gesprochen: "Ich weiß nicht, was er im Sommer macht. Es wird bei so vielen Toren sicherlich Möglichkeiten für ihn geben. Es ist aber immer auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit, ob der Spieler weg will und so weiter." Für Hütter ist zudem entscheidend, dass die Eintracht das Heft des Handelns bei Silva in der Hand hat: "Fakt ist, was gut ist: Er gehört mal uns. Das ist schon eine gute Sache."

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Benjamin Heinrich  
01.04.2021

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