Nur 5000 Besucher zugelassen

Setzt Hertha freiwillig weiter auf Geisterspiele?

Das weite Rund des Berliner Olympiastadions bleibt womöglich länger leer. Foto: Michael Sohn - Pool/Getty Images
Das weite Rund des Berliner Olympiastadions bleibt womöglich länger leer. Foto: Michael Sohn - Pool/Getty Images

Corona-bedingte Geisterspiele sollen in der Bundesliga Geschichte sein. Die 36 Mitglieder der DFL haben am Dienstag ein Paket an Auflagen definiert, dank dessen die Rückkehr von Zuschauern in die Stadien möglich sein soll. Allerdings unterliegen die einzelnen Klubs weiter dem Mandat der Politik. Hertha BSC setzt deshalb womöglich weiter auf Geisterspiele.

Dies berichtet Bild am Sonntag. Demnach wollen die Berliner ihr Stadion nicht für 5000 Zuschauer öffnen. Aktuell gilt aber noch bis zum 24. Oktober eine entsprechende Maßgabe des Senats der Stadt Berlin. Großveranstaltungen mit mehr Zuschauern sind nicht gestattet. Der Klub will dem Bericht zufolge erst infolge einer Vergrößerung der Zahl der zugelassenen Fans eine Öffnung des Olympiastadions angehen. Somit blieben nach aktuellem Stand zumindest die Partien gegen Eintracht Frankfurt und den VfB Stuttgart Geisterspiele.

Aufwand lohnt nicht

Als Grund für den möglichen Plan gelten demnach wirtschaftliche Überlegungen. Der Aufwand, der im weiten Rund des Olympiastadions betrieben werden muss, rechnet sich wohl für eine geringe Anzahl von Zuschauern nicht. Intern heiße es bei Hertha BSC, so das Blatt, dass mindestens 15 000 Fans vor Ort sein müssten, um den Aufwand zu rechtfertigen. Der Verein arbeitet zurzeit an einem Konzept, das die entsprechenden Möglichkeiten schaffen würde. Nun müsste nur die Politik mitspielen.

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Lars Pollmann  
09.08.2020