Stürmer ärgert sich über zurückgenommenen Strafstoß

Selke: "Für mich ist es ein Elfmeter"

Gegen RB Leipzig bekam Davie Selke doch keinen Elfmeter zugesprochen. Foto: Imago.
Gegen RB Leipzig bekam Davie Selke doch keinen Elfmeter zugesprochen. Foto: Imago.

Im DFB-Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig bekam Werder Bremen kurz vor der Halbzeitpause einen Strafstoß zugesprochen, den Schiedsrichter Manuel Gräfe nach Sichtung der Video-Bilder jedoch wieder zurücknahm. Davie Selke, der im Leipziger Strafraum von Nordi Mukiele getroffen worden war, konnte die Entscheidung des Unparteiischen nicht nachvollziehen.

"Für mich ist es ein Elfmeter, weil er mich trifft - egal ob ich meinen Fuß reinstelle oder ob er meinen Fuß von sich aus trifft", sagte der Angreifer von Werder Bremen nach dem Schlusspfiff bei Sky und betonte: "Man kann sagen, schlau gemacht. Fakt ist im Endeffekt, dass er mich trifft. Natürlich stelle ich mein Bein rein, fliege aber da noch nicht. Dann erwischt er mich, da gibt es den Kontakt im Sechzehner."

Selke: "Ich bin kein Schiedsrichter, ich bin Sportler"

Er schätze Schiedsrichter Manuel Gräfe "über alle Maßen", betonte Selke, nachvollziehen könne er die Entscheidung des Referees aber nicht: "Er hat gesagt, dass es nicht gereicht hat für einen Elfmeter. Das haben wir zu akzeptieren. Ich bin kein Schiedsrichter, ich bin Sportler - für mich ist es ein Elfmeter." Mit dem Strafstoß hätten die Bremer vor der Halbzeitpause das wichtige 1:0 erzielen können, so ging das Pokal-Halbfinale zwischen Werder und RB Leipzig nach 90 Minuten aber mit 0:0 in die Verlängerung. Hee-chan Hwang brachte die Gäste aus Leipzig kurz nach Wiederbeginn in Führung, in der 120. Minute erzielte Emil Forsberg den 2:1-Siegtreffer. 

Florian Bajus  
01.05.2021