DFL-Boss

Seifert über vollere Stadien: "Der Schritt ist nach meinem Verständnis überfällig"

Christian Seifert begrüßt die steigenden Zuschauerzahlen. Foto: Getty Images.
Christian Seifert begrüßt die steigenden Zuschauerzahlen. Foto: Getty Images.

Ab dem kommenden Spieltag werden die Stadien in der Bundesliga wieder voller. Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), hält höhere Zuschauerkapazitäten für überfällig.

Es fehlt zwar eine bundeseinheitliche Regelung für die maximale Kapazität in Bundesligastadien, aber die Ränge werden wieder voller. Der FC Bayern darf beispielsweise ab dem kommenden Heimspiel wieder 75.000 Zuschauer empfangen, Borussia Dortmund kalkuliert nach Angaben der Bild-Zeitung mit 67.000 Fans bei der Partie gegen Mainz 05 am Samstag. Christian Seifert begrüßt die Lockerungen der Politik: "Der Schritt jetzt, und zwar nicht nur in den Stadien, sondern auch in den Hallen, in den Theatern, in den Kinos, in den Restaurants und so weiter, ist nach meinem Verständnis überfällig", sagte der Noch-Geschäftsführer der DFL gegenüber der Bild-Zeitung

"Fußball ist mehr als 90 Minuten auf dem Platz zu spielen"

Die Fan-Rückkehr sei "das Ziel, auf das wir hingearbeitet haben", sagte Seifert und betonte: "Fußball ist mehr als 90 Minuten auf dem Platz zu spielen, sondern das soziale Erlebnis. Und dann nicht mehr nur vor den Bildschirmen, sondern im Stadion. Wenn man in die Gesichter der Leute blickt, dann sieht man, dass ihnen mehr gefehlt als 90 Minuten Fußball." Ob der FC Bayern auf Anhieb wieder vor ausverkauftem Haus spielen wird und ob auch die anderen Bundesligisten alle Karten verkaufen werden, bleibe jedoch abzuwarten: "Das nächste Wochenende wird einen guten Hinweis geben, in welche Richtung es geht", sagte Seifert, der ergänzte: "Aber auch hinterher werden nicht alle Stadien ausverkauft sein, das waren sie auch vor der Pandemie nicht. Das sollte man dann nicht auf Corona schieben, sondern sich als Klub hinterfragen, woran das liegen könnte."

Florian Bajus  
11.10.2021