Wettbewerbsverzerrung?

"Sehr clever von ihm" - Nagelsmann kontert Magath

Nagelsmann kam zum Juli 2021 von RB Leipzig zum FC Bayern. Foto: Stuart Franklin/Getty Images
Nagelsmann kam zum Juli 2021 von RB Leipzig zum FC Bayern. Foto: Stuart Franklin/Getty Images

Der FC Bayern könnte im Abstiegskampf eine entscheidende Rolle spielen. Hertha-Coach Felix Magath machte am Samstagnachmittag Druck auf den deutschen Rekordmeister, worauf Julian Nagelsmann nicht gut zu sprechen war.

Aufgrund einer dürftigen Leistung hat der FC Bayern mit 1:3 gegen Mainz 05 verloren. Eine Woche nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft ließ die Elf von Julian Nagelsmann vieles von dem vermissen, was sie im Topspiel gegen Borussia Dortmund (3:1) ausgezeichnet hat. Zwar konnte Felix Magath die Partie nicht verfolgen, weil der 68-Jährige beim Auswärtsspiel von Hertha BSC gegen Arminia Bielefeld (1:1) an der Seitenlinie stand, dennoch äußerte sich der Berliner Übungsleiter verärgert über die Bayern-Pleite.

Magath: "Dient nicht dem Wettbewerb"

Der Grund liegt auf der Hand. Am kommenden Wochenende gastiert der VfB Stuttgart in der Allianz Arena, mit einem Überraschungssieg hielten die Schwaben den Druck auf Hertha BSC hoch. Zwar könnten die Hauptstädter mit drei Punkten gegen Mainz den Klassenerhalt perfekt machen, dennoch hofft Magath auf einen seriösen Auftritt der Münchner gegen den VfB: "Die Saison geht für alle Mannschaften bis zum letzten Spieltag. Ich weiß nicht, wieso eine Mannschaft sagen kann, wir machen drei Wochen vorher Schluss. Das dient nicht der Bundesliga und nicht dem Wettbewerb."

Nagelsmann: "Er soll sich das Spiel anschauen"

Auf diese Aussage angesprochen, antwortete Bayern-Coach Julian Nagelsmann gemäß dem kicker: "Sehr clever von ihm. Das wird er nicht ganz uneigennützig machen, schätze ich. Er soll sich das Spiel anschauen, dann kann er bei mir anrufen. Ich spreche auch nicht über die Leistung von Hertha." Freiwillig verliert der 34-Jährige kein Pflichtspiel, vielmehr wirkte er nach dem Schlusspfiff angefressen (fussball.news berichtete). Wiederholen soll sich ein Auftritt dieser Art nicht mehr. 

Florian Bajus  
30.04.2022