Ende der Geisterspiele?

Seehofer für Rückkehr der Fans: "Müssen an konstruktiven Lösungen arbeiten"

CSU-Politiker Horst Seehofer will wieder mit Fans im Stadion spielen.
CSU-Politiker Horst Seehofer will wieder mit Fans im Stadion spielen. Foto: Getty Images

Bundesinnenminister Horst Seehofer wünscht sich ein Ende der Geisterspiele im Fußball. Es wird die Diskussionen in der Politik weiter anheizen.

"Wir müssen an konstruktiven Lösungen arbeiten, wie wir die Bundesliga und die 2. Liga wieder mit Publikumsbeteiligung realisieren können", sagte CSU-Politiker Horst Seehofer vor dem Bund-Länder-Gipfel der Augsburger Allgemeinen (Donnerstagausgabe). "Die Bevölkerung versteht es nicht, wenn im Nahverkehr viele Menschen auf engem Raum unterwegs sein dürfen, aber ein Fußballspiel mit wenigen Zuschauern und großen Abständen nicht möglich sein soll", begründete Seehofer als zuständiger Sportminister seinen Vorstoß.

Vorstoß von Seehofer

Konkrete Zahlen wollte Seehofer nicht nennen. "In einem Stadion mit 80.000 Plätzen kann man durchaus eine nennenswerte Anzahl von Zuschauern unterbringen und dabei alle Infektionsschutzregeln einhalten, wenn die Hygienekonzepte stimmen", so der Innenminister: "Über die konkrete Größenordnung muss man dann reden." Seehofer hält das von der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorgeschlagene Alkoholverbot in Stadien für sinnvoll, auch den Verzicht auf den Verkauf von Stehplatzkarten.

Diskussion mit den Ministerpräsidenten steht an

Man könne grundsätzlich "mit einer überschaubaren Zahl von Zuschauern anfangen und dann diese Zahl je nach Entwicklung anpassen". Beim Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder geht es am Donnerstag unter anderem um die Frage, ob und wie viele Zuschauer bei Großveranstaltungen wie Bundesliga-Spielen erlaubt werden.

Christopher Michel  
27.08.2020