Hertha BSC

Schwolow: Klassenerhalt "hat uns zusammengeschweißt"

Schwolow erkennt größere mannschaftliche Geschlossenheit bei Hertha. Foto: Imago
Schwolow erkennt größere mannschaftliche Geschlossenheit bei Hertha. Foto: Imago

Hertha BSC hat als einziger Bundesligist nach den ersten beiden Spieltagen der neuen Saison noch keine Punkte auf dem Konto. Von großer Panik kann bei der Alten Dame aber noch keine Rede sein. Auch innerhalb der Mannschaft herrscht noch Ruhe. Alexander Schwolow begründet dies auch mit den Lehren aus der Vorsaison.

"Die schwierige Zeit mit dem guten Ende hat uns zusammengeschweißt. Man hat gemeinsam etwas Positives erreicht", sagt der Torhüter gegenüber Sport Bild unter Bezugnahme auf den Klassenerhalt. "Jeder trägt in sich, dass er so eine enge und gefährliche Situation nicht noch einmal erleben will. Das war uns eine Warnung und hat uns geprägt", erklärt Schwolow. Die wichtigste Erkenntnis aus der Vorsaison sei dabei, dass Hertha BSC unbedingt große Geschlossenheit brauche.

"Wir waren zu lange keine Mannschaft"

"Wir waren zu lange keine Mannschaft, hatten nicht die notwendigen Hierarchien", urteilt Schwolow im Rückblick. In der Vorbereitung auf die neue Saison habe er festgestellt, dass diese Probleme der Vergangenheit angehören dürften. Nicht zuletzt, weil der neue Chef Fredi Bobic bei der Kaderplanung den Charakteren und Führungsqualitäten der Neuzugänge große Beachtung schenke. So erklären Medien auch den Abschied von Matheus Cunha zu Atletico Madrid, obwohl der Brasilianer fußballerisch womöglich unersetzbar ist.

"Es hängt auch viel am Erfolg"

Schwolow verschließt derweil ob der besseren Team-Stimmung nicht die Augen vor der Realität des Alltags einer Fußballmannschaft. "Es hängt auch viel am Erfolg. Wenn es keine Siege gibt, wird die Laune erfahrungsgemäß schlechter. Dann ist es auch schwieriger, sich menschlich besser kennenzulernen, weil man nicht so locker und offen ist", so der 29-Jährige. Hertha BSC wird deshalb alles tun, um nach dem 3. Spieltag nicht mit leeren Händen in die Länderspielpause zu gehen. Allerdings wartet mit dem Gastspiel beim FC Bayern eine Herkules-Aufgabe auf Schwolow und Co.

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Lars Pollmann  
25.08.2021