Pokal-Aus

Schwolow deutlich: "Bis jetzt haben wir nichts großartig gerissen"

Hertha BSC ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Foto: Getty Images.
Hertha BSC ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Foto: Getty Images.

Hertha BSC hat das Stadt-Derby im DFB-Pokal mit 2:3 gegen Union Berlin verloren. Alexander Schwolow ärgerte sich über die Tatsache, dass die Alte Dame zu spät in die Partie gefunden hat und die Ablenkung vom Bundesliga-Alltag missglückt ist.

Hertha BSC ist sieglos in das Kalenderjahr 2022 gestartet. Am 18. Bundesliga-Spieltag verloren die Hauptstädter mit 1:3 gegen den 1. FC Köln, wenige Tage nach dem 0:0 gegen den VfL Wolfsburg musste sich die Mannschaft von Tayfun Korkut im DFB-Pokal-Achtelfinale mit 2:3 gegen Union Berlin geschlagen geben. Zwar kehrte Hertha nach dem Rückstand durch Andreas Voglsammer (11.) und einem Eigentor von Niklas Stark (50.) durch Suat Serdar (54.) zurück, unmittelbar darauf traf Robin Knoche aber zum 1:3 (55.). In der Nachspielzeit war Serdar ein zweites Mal erfolgreich (90.+5), wenige Sekunden später wurde die Partie aber abgepfiffen.

Schwolow: "Es tut richtig weh"

Torhüter Alexander Schwolow war ob der nächsten Pleite sichtlich enttäuscht: "Bis jetzt haben wir nichts großartig gerissen in der Saison. Wir müssen nach unten schauen, da war die Hoffnung sehr, sehr groß, dass wir zumindest im Pokal weiterkommen können, gerade im Stadt-Derby. Es tut richtig weh und ist sehr frustrierend", sagte Schwolow bei Sky

"Bei uns siehst du die Abläufe nicht"

Wieso die Hertha zu spät ins Spiel fand, konnte der 29-Jährige nicht erklären. Jedoch verwies er darauf, dass Union eine seit Jahren eingespielte Mannschaft ist: "Wenn ich es wüsste, hätten wir es anders gemacht. Bei Union passen alle Abläufe, die spielen seit drei, vier Jahren das gleiche System, haben sich daran gewöhnt. Bei uns siehst du diese Abläufe nicht, wir hatten viel Unruhe in den letzten drei, vier Jahren." Zwar habe die Mannschaft ihren Einsatz zur Schau gestellt, dennoch habe sie unter dem Strich zu wenig geliefert: "Trotz alledem hätten wir in den Zweikämpfen einen Tick mehr ekliger sein können. Wir haben gekämpft, aber es war zu wenig, vor dem Tor nicht zwingend genug. Du musst die Dinger auch nutzen, wenn du vor dem Tor bist." 

Florian Bajus  
19.01.2022