Mut macht die letzte Begegnung

Schwacher Start: Kann Gladbach das Blatt gegen Bielefeld wenden?

Matthias Ginter (Vordergrund) im Zweikampf mit Thomas Müller. Foto: Imago.
Matthias Ginter (Vordergrund) im Zweikampf mit Thomas Müller. Foto: Imago.

Borussia Mönchengladbach hat einen schwachen Start in die Saison 2021/22 hingelegt. Im Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre erwischte es die Fohlen nur ein einziges Mal noch schlimmer. Gegen Bielefeld steht die Hütter-Elf unter Druck, Mut macht das letzte Aufeinandertreffen.

Seit dem Beginn des Aufschwungs von Borussia Mönchengladbach im Jahr 2011 ist die Elf vom Niederrhein in der Regel solide in die Saison gestartet. Insgesamt viermal sammelten die Fohlen an den ersten drei Spieltagen vier Punkte, 2011/12 und 2018/19 legte die Mannschaft gar mit sieben gewonnenen Punkten einen herausragenden Auftakt hin. Davon sind der neue Cheftrainer Adi Hütter und die Seinen allerdings weit entfernt.

Ein Punkt aus drei Spielen

Die Niederlagen gegen Bayer Leverkusen (0:4) und Union Berlin (1:2) im Anschluss an das Remis gegen den FC Bayern (1:1) bedeuten einen gewonnenen Punkt bei einem Torverhältnis von 2:7. Unter dem Strich belegt Gladbach damit zur Länderspielpause den 15. Tabellenplatz. Zwar bleiben noch 31 Spiele, um den schwachen Start zu korrigieren, einfacher wird die Mission Europa aber keinesfalls.

Erinnerungen an den Horror-Start 2015

Noch schwächer startete die Borussia lediglich in die Saison 2015/16. Mit Lucien Favre an der Seitenlinie verloren die Fohlen gleich die ersten fünf Bundesligaspiele, angefangen mit einem 0:4 bei Borussia Dortmund bis hin zur Derby-Pleite gegen den 1. FC Köln (0:1). Daraufhin verkündete Favre seinen Rücktritt, U23-Trainer Andre Schubert übernahm - und führte Gladbach in die Champions League, für die sich der Klub bereits in der Vorsaison qualifiziert hatte.

Kehrt der Erfolg nach der Länderspielpause zurück?

Das könnte ein gutes Omen für Hütter sein, denn klar ist: Je schneller die Mannschaft Erfolgserlebnisse feiert, umso schneller wächst das Selbstvertrauen, das es nach den beiden jüngsten Niederlagen braucht. Im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld nach der Länderspielpause kann die Hütter-Elf auf die Unterstützung von bis zu 25.000 Zuschauern hoffen - zugleich werden diese darauf hoffen, den ersten Saisonsieg feiern zu können. Die Partie könnte die Initialzündung für eine ähnliche Aufholjagd wie vor sechs Jahren werden, ein Selbstläufer ist gegen die Arminia aber keinesfalls zu erwarten: Saisonübergreifend haben die Ostwestfalen unter Frank Kramer 3 von 16 Spielen verloren und im selben Zeitraum gerade einmal 16 Gegentore kassiert. Allerdings: Das jüngste Aufeinandertreffen im Borussia-Park am 31. Spieltag der abgelaufenen Saison endete mit 5:0 für die Hausherren. Ein Resultat, das Mut macht.

Florian Bajus  
01.09.2021