TV-Zahlen

Schwache WM-Quoten: Auch DFB-Spiel bleibt unter 10 Mio.

Die Nationalspieler hielten sich vor Spielbeginn den Mund zu. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Die Nationalspieler hielten sich vor Spielbeginn den Mund zu. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Das Interesse an der Weltmeisterschaft 2022 in Katar ist vergleichsweise gering. Denn selbst das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Japan verzeichnet im Free-TV eine verhältnismäßig miserable Einschaltquote.

Die ARD übertrug am Mittwoch um 14 Uhr das erste Gruppenspiel zwischen Deutschland und Japan. Laut dwdl.de sahen im Schnitt nur 9,23 Millionen Menschen zu, wie das DFB-Team mit 1:2 desaströs in die Weltmeisterschaft in Katar startete. Zum Vergleich: Die erste deutsche Partie bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland, ein 0:1 gegen Mexiko, sahen an einem Sonntagnachmittag im Sommer um 17 Uhr fast 26 Millionen Fans. Das sind starke 81,6 Prozent Marktanteil, gegen Japan lag der Wert nun bei nur 59,7 Prozent.

WM wird im Free-TV bislang verhältnismäßig wenig geguckt

Damit bleibt es dabei, dass bis bislang kein einziges der schon zwölf ausgetragenen Spiele der Weltmeisterschaft in Katar auf mehr als zehn Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer kam. Denn schon zuvor verzeichnete das Free-TV enttäuschende Einschaltquoten. Am Montag traten in Katar bei der Weltmeisterschaft England und der Iran (6:2), Senegal und die Niederlande (0:2) sowie die USA und Wales (1:1) gegeneinander an. Keines dieser Spieler erreichte im Free-TV auch nur annähernd die Marke von fünf Millionen Fans. Ein in der ARD ausgestrahlter "Donna Leon"-Krimi sicherte sich als Wiederholung um 20.15 Uhr eine höhere Reichweite als das WM-Spiel zwischen den USA und Wales: 4,41 Millionen Menschen sahen den 90-minütigen Film, 4,35 Millionen die WM-Partie.

Spanien-Spiel mit unter fünf Millionen Zuschauern

Dieser Negativtrend setzte sich nicht nur mit dem Deutschland-Spiel am Mittwochnachmittag fort, sondern auch mit dem darauffolgenden Spiel zwischen Deutschlands nächstem Gegner Spanien und Costa Rica (7:0). Ab 17 Uhr schauten nur 3,89 Millionen Personen (Marktanteil von 21,9 Prozent) zu. Das vorherige Spiel am Vormittag ab elf Uhr zwischen Marokko und Kroatien (0:0) sahen sogar nur rund 1,3 Millionen Menschen (Marktanteil von 20 Prozent). Zwar wurden bei den genannten Werten nur die Zahlen des Free-TV berücksichtigt, die Quoten von Pay-TV-Streaminganbieter MagentaTV lassen sich aber nur spekulieren und dürften insgesamt nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

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Adrian Kuehnel  
24.11.2022