FC Barcelona

Schuster: "Lewandowski wird gefeiert wie ein Gott"

Lewandowski hat bei Barca einen Raketenstart hingelegt. Foto: Getty Images
Lewandowski hat bei Barca einen Raketenstart hingelegt. Foto: Getty Images

Das Champions-League-Gruppenspiel des FC Barcelona beim FC Bayern am Dienstagabend steht ganz im Zeichen von Robert Lewandowski. Die Rückkehr des Polen an seine alte Wirkungsstätte wird mit Spannung erwartet. Gibt es für ihn einen Spießrutenlauf oder einen freundlichen Empfang? Klar ist, dass der Stürmerstar bei den Katalanen schon wie erhofft eingeschlagen hat. Bernd Schuster erklärt, warum dem Neuzugang bei seinem Ex-Klub bereits die Herzen zufliegen.

"Lewandowski wird gefeiert wie ein Gott, weil er die Mannschaft nach zwei superschweren Jahren gleich in den ersten Spielen nach oben schießt. Das darf aber keinen wundern. Der wird sein Leben lang treffen und auch dieses Jahr 40 Tore machen", sagt der 'Blonde Engel' gegenüber der Bild-Zeitung. Aktuell sind es schon neun Treffer in sechs Einsätzen für Barca, darunter ein Hattrick im ersten Auftritt in der Königsklasse vorige Woche gegen Viktoria Pilsen. Nun steht also die 'Heimkehr' nach München an, die auch Schuster gespannt beobachtet.

"Ich hätte Lewandowski nicht abgegeben"

"Ich hätte Lewandowski nicht abgegeben. Aber das wollte Bayern ja auch nicht. Es ging eben nicht anders, Robert wollte unbedingt eine neue Motivation. Da hätten die Bayern auch Purzelbäume schlagen können", urteilt der Ex-Nationalspieler. Aus Sicht von Schuster liegt auf der Hand, dass der deutsche Rekordmeister seinen besten Torjäger der vergangenen Jahre vermisst, weil ein solcher Spieler gerade im ersten Jahr kaum zu ersetzen sei. Die Münchner haben bekanntlich darauf verzichtet, einen Eins-zu-eins-Ersatz zu holen und setzen stattdessen auf eine variable Offensive.

"Bayern kann ihnen richtig wehtun"

Der misst Schuster gegen Barca gute Chancen zu. "Barca steht defensiv zwar viel besser als in den letzten Jahren, ist aber nach wie vor sehr offensiv ausgerichtet. Deshalb kann Bayern ihnen vor allem mit der Geschwindigkeit von Spielern wie Leroy Sane und Sadio Mane richtig wehtun." Die Katalanen reisen freilich in beachtlicher Form an. Nach einem 0:0 zum Saisonauftakt gegen Rayo Vallecano haben sie fünf Siege am Stück geholt und dabei stets mindestens drei Tore mehr erzielt als der Gegner. "Dort wird schon wieder von der Champions League geträumt", sagt Schuster. "Das ist verfrüht, aber den lange total verlorenen Anschluss zu den Topklubs haben sie wieder." Der 62-Jährige spielte von 1980 bis '88 für den FC Barcelona, gehört trotz seines anschließenden Wechsels zu Real Madrid zu den Klublegenden, die bis heute verehrt werden.

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Lars Pollmann  
13.09.2022